Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 13. (Budapest, 1959)
Dr. RAFFY ÁDÁM: Vesalius és kora
dem Licht zu. Es erstrahlt die griechische Seele Alexandriens in ungebrochenen, restlosem Glänze ihrer Einheit. Der Mensch, der sich zu den irdischen Dingen hinbeugt, entdeckt zunächst das Erdenrund. Kolumbus, Diaz, Frobisher, Drake, Maghellan, Raleigh machen sich auf den Weg, und plötzlich weitet sich die Welt, es verzieht sich die Finsternis. Mit der Entdeckung neuer Erdteile hält auch die der Natur Schritt. Neue Eindrücke, neue Erlebnisse, neue Erfahrungen bringt das mit sich. Fürwahr ein neuer Schöpfungsakt! Mit der Entdeckung der Natur geht die der Schönheit einher, der Nutzen, den die Vernunft daraus zieht; die Erfahrungen, vom Verstand verwertet, die den Autoritäten vorangestellten Tatsachen, der Sieg der Empirie, den diese über die den Angstträumen entsprossenen Theorien davonträgt. War der Grandmesser des mittelalterlichen Menschen, in welchem Masse er sich das Ideal der kirchlichen Gemeinschaft zueigen gemacht hat, so ragt der Renissancemensch einzig und allein durch seine Fähigkeiten, seine Begabung hervor. Meister der Künste geworden, wird der Mensch zugleich Mittelpunkt seiner Schöpfungen, und auf diese Weise vermenschlichen sich die metaphysischen oder transzendenten Themen der Kunstwerke. Man denke blos an Raffael, an Lionardo, an Michelangelo. Der Mensch in den Mittelpunkt des Werkes gestellt, wirft zwangläufig auch die Frage der Fähigkeit, Begabung und Willenskraft auf, es kommt zur neuen Definition eles Menschen, als eines ethischen Wesens auf Grund des freien Willens. Das Werk von Pico della Mirandola: ,,Orazione sulla dignita dell'umo", eine Abhandlung über die Menschenwürde, beeleutet den Anbruch eines neuen Zeitalters. Man bedenke wohl: Der Begriff der Menschenwürde erhebt sich da plötzlich hoch über und gegen seelische und körperliche Peinigung, Demütigung, Einschüchterung. Das Wunder des Cinquecento verleiht dieser Würele harte Konturen und sie bleibt den Lohn nicht schuldig. Als blickte, er, in stratosphärischen Höhen schwebend, um sich, ergreift den Menschen ein Schwindel beim Anblick der glänzenden Pracht des Cinquecento und gleichzeitung Begeisterung, wie die des griechischen Intellekts in eler schon erwähnten alexanelrini-