Horváth Terézia: Néprajzi Közlemények 16-17. évfolyam - Kapuvár népviselete (Budapest, 1972)

DIE VOLKSTRACHT VON KAPUVÁR

140/ dar, wieviel Stücke von den einzelnen Kleidungsstücken die Manner und die Frauen von verschiedener finanzieller La­ge in den einzelnen Zeitabschnitten der Trachtgeschichte von Kapuvár zur Zeit ihrer EheSchliessung besassen /oder ob sie solche überhaupt besassen/. - Das Kapitel behandelt ferner die Methoden der Rei­nigung, Verpflegung und Unterbringung der Kleidungsstücke. Dann wird die Art und Weise der Körperpflege, so auch die Schnurbart- und Haartracht /Verpflegung und Formung der Haa­re/ erörtert. Die Madchen trugen die Haare nur bis zum Ende des XIX. Jahrhunderts in herabhängendem Geflecht /Abb. 41/, später steckten die erwachsenen ihre Haare auf bürgerliche Art auf. Der Haarknoten hatte früher eine Hufeisenform /Abb. 115/, wurde aber später, um die Jahrhundertwende rund /Abb. 116 und 117/. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Kranz mo­disch /Abb. 82/. Der einfache, ungeflochtene oder geflochte­ne Haarknoten der Frauen wird entweder vom Knotenkamm oder von der Haube festgehalten. II. Kombinationen der Trachtelemente ; Kleidungstypen In diesem Abschnitt versuchen wir in den Kleidungen, die in Kapuvár vorkommen, die ständigen Schemen festzustel­len und hervorzuheben, zu denen sich die ergänzenden Stücke nach bestimmter Reihenfolge kommen können. Was das Wesen der Kindertrachtstruktur betrifft, wird das Hauptstück in der Tracht von Kapuvár aus einem Stück geschnitten: den Kleidungstyp bestimmt das Hemd der Säuglinge /s. die Wickelkindertracht, Abb. 39/, sowie das Kittelchen der grösseren Kinder /s. Abb. 40/. Für die Tracht der Erwaschenen ist die Zweiteilig­keit kennzeichnend, die sich bei Männern in der Formel von Hemd- + Hosesorten, bei Frauen in der von Hemd- + Rocksorten offenbart.

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