TÓTH ENDRE: POROLISSUM . DAS CASTELLUM IN MOIGRAD . AUSGRABUNGEN VON A. RADNÓTI, 1943 / Régészeti Füzetek II/19. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1978)

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stabenfragmente wahrzunehmen; andererseits können wir auf Grund der zeitgenössischen Lagerbauinschriften (T. Becher t, BJ 171 (1971) 201.-) kaum eine andere Ergänzung geben Zwischen der Titulatur und dem Wortteil pe r bleibt noch auf alle Fälle Platz, wohin nur die nähere Bestimmung des Baues kommen konnte, da das vollkommenere Ausschreiben von p(ater) p(atriae) ungewöhnlich und unwahrscheinlich ist. Da es sich einerseits um eine verhältnismäßig frühe Bauinschrift handelt, andererseits wir auf Grund der Ausgrabung von dem Vorhandensein eines früheren Erdlagers Kenntnis haben, dürfte diese Inschrift den Steinbau der Torbauten des ursprünglichen Erdlagers verewigt haben. Dar Name der lagerbauenden Kohorte ist uns nicht bekannt. Die Inschrift ergänzte ich mjt dem Namen coh. I. Ulp. Brittonum, die im 2. Jh. in Porolissum oder in seiner Umge­bung stationiert hat (Kat. Nr. 43-45); über die Truppe C . Daicovici u: RE XXII 267; N.Gude a. Cohors I.Ulpia Brittonum in Dacia (SCIV 28 (1977) 129. 5. Porolissum 1943. Principia, nr. 68. Inschrift , vielleicht gehört auch das Fragment Nr. P 29 hierzu. H: 9 cm, Bh: 4,6 cm. Unpublizie rt. Das Fragment enthalt am wahrscheinlichsten den Namen von Hadrianus oder Antoninus Pius. 6. Porolissum 1943. Porta praetoria, nr. 2. Z^ei Fragmente einer großen, vielleicht tabula ansataferzierten Tafe 1 , aus schlechtem, gelbem Sandstein (Taf. IV). Einfacher, flacher Rahmen. Die zwei Fragmente können auf Grund des gleichen Steinmaterials und der gleichen Buchstaben sowie der Umrahmung und desselben Fundortes miteinander verbunden werden, was auch die Aufzeichnungen des Ausgräbers bekräftigen. Die Inschriftenfragmente sind laut Zeugnis des Ausgrabungsprotokolls (19. Juli) auf der Straße neben dem NW-Turm der Porta praetoria zum Vorschein gekommen. Von eben­dort sind aus der Tordurchfahrt noch mehrere in schlechten, gelben Sandstein gemeißelte Inschriften ans Tageslicht gekommen, die nach den Beobachtungen von A.Radnóti zu dieser Inschrift gehört haben, jedoch in so schlechtem Erhaltungszustand waren, daß man sie nicht vor dem Zerfallen bewahren konnte (Abb. 6a). Einerseits hat A.Radnóti auf dem von oberen Teil der Inschrift stammenden Fragment, das einige Buchstaben der ersten Zeile des Textes enthalt, auf seinem Zettel nach dem F ganz schwach auch eine nach rechts neigende, schräge Hasta gezeichnet, die nur zu einem A-Buchstaben gehören könnte (auf der veröffentlichten Zeichnung gebe ich diese Linie mit Punkten an). Angesichts dessen, daß es sich im Falle dieses Fragments nur um eine Kaisertitulatur handeln kann, ist die Lösung des Fragments - ANIF - anders als Hadri] ani f(ilius) nicht möglich. Im Falle von Traianus kommt in jedem Falle auch noch das Wort: Parthicus vor. Nach f(ilius) kann aber kein Wort folgen, das mit A be­ginnt. Deshalb ist es auch die Annahme, daß die von A.Radnóti unsicher eingezeichnete Spur ein Buchstabenrest ware, unwahrscheinlich, denn dann würden F und A - die gerade zu zwei verschiedenen Wörtern gehörenden Buchstaben - vielzunahe zueinander kommen. nepos 18

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