FÜLEP FERENC: NEUERE AUSGRABUNGEN IN DER RÖMERSTADT SOPIANAE (PÉCS) / Régészeti Füzetek II/16. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1974)

I. Ausgrabungenim Hof und in der Umgebung der HAUPTPOST

Tiefe begann; seine Sohle lag 264 cm tief. In der O-Hälfte des Grabens fanden wir in 255 cm Tiefe ein festgestampftes steiniges Niveau (Strasse?). Weiter östlich stiessen wir in 230 cm Tiefe auf eine schlechtgesetzte 50 cm breite Mauer (N-S). In der O-HäLfte des Grabens gruben wir bis zu 270 cm, in der W-Hälfte bis zu 285 cm Tiefe. Die zur erwähnten Mauer gehörenden Fussbodenniveaus waren völlig zerstört. GRABEN 32 wurde 6 m südlich von MAUER 3 parallel zu Graben 31 von W nach O gezogen (Länge 15 m, Breite 150 cm). Am O-Ende dieses Grabens kam ein aus Steinen gelegtes Fussboden­niveau in 200 cm Tiefe zum Vorschein. In der Mitte des Grabens zeigte sich in der N-Wand 190 cm tief ein Mauerrest von 250 cm Länge. Die Abteufung des Grabens wurde in 230 cm Tiefe aufgegeben, weil alle Niveaus durch mittelalterliche Gruben zerstört waren. (Das archäologische Material s. ANHANG XLIII. ) j) Majláth utca 23-25-27 (1967) Im Zuge des Ausbaus des neuen Stadtzentrums Süd kamen die Mauern eines grossen römerzeit­lichen Gebäudes zum Vorschein, als man an der Ecke der alten Majláth utca und der neugezogenen Szalai András utca mit den Bauarbeiten des Bürohauses der Sozialversicherung (SZTK) begann (Abb. 45). Die Arbeiten wurden mit Maschinen verrichtet, so dass unser Beauftragter * 1 die gefundenen Gebäudeteile nur vermessen konnte. Die Achse des Gebäudes verlief annähernd von O nach W mit einer geringen Schwenkung nach S. Wie aus dem Grundriss hervorgeht (Abb. 45), waren wir hier auf die Reste eines in Richtung O-W an­gelegten rechteckigen Gebäudes gestossen, dessen Innenraum durch zwei Reihen grosser Pfeiler in drei Schiffe gegliedert wurde. Die Länge des Gebäudes betrug (von O nach W) 25 m, die östliche Schlussmauer konnte hier noch nicht gefunden werden. Seine Breite betrug (von N nach S) 11. 20 m. Im März 1969 wurden vor der S-Fassade des neuen Bürohauses weitere Mauerreste angetroffen, mög­lichenfalls die südliche Schlussmauer des Gebäudes. Auch ein Rest der westlichen Schlussmauer (sie verlief von N nach S) wurde gefunden. Die W-Mauer (MAUER 1) ist 130 cm bzw. die aufgezogene Mauer 90 cm breit. An beiden Seiten springt nämlich der Sockel je 20 cm vor. Die Fundamentierung der Mauer liegt im S in 510, im N in 495 cm Tiefe. Die Höhe dieser Grundmauer reicht im S bis zu 345 cm, im N bis zu 340 cm Tiefe; die aufgezogene Mauer blieb in 25 cm Höhe erhalten (Taf. 5/4). Hier konnte das römerzeitliche Fussboden­niveau in 335 cm Tiefe festgestellt werde n. Ahnlich breit ist auch die nördliche Schlussmauer (M AITFR 2), nur dass hier an der Seite der aufgezogenen Mauer der Sockel am W-Ende auf 10-30 bzw. je 20 cm vorspringt. Die Tiefe der Fundamentierung betrug am W-Ende 495 cm, am O-Ende nur 430 cm, d. h. sie ist nach O hin weniger tief. Die Höhe der Grundmauer beträgt am W-Ende 150 cm, am O-Ende nur 100 cm. Die aufgezogene Mauer blieb nicht überall erhalten: ihre Reste sind an der westlichen Schlussmauer 5.70, an der nördlichen 10.90 m lang. An der nördlichen Schlussmauer des Gebäudes wurde - 120 cm von deren O-Ende entfernt - ein zurückgesetzter Pfeiler gefunden. Dieser sprang 95 cm zurück, von seiner ursprünglichen Breite (155 cm) konnten 100 cm erschlossen werden (Pfeiler 1). Am O-Rand dieses Pfeilers ist die nördliche Schlusswand unterbrochen, ihr östlicher Abschnitt war gesondert angebaut. Die Sohlentiefe der beiden Mauerabschnitte ist gleich. Im Inneren des Gebäudes konnten die Spuren von zwei Säulenreihen (Richtung O-W) gefunden werden. Die erste Säule (A) liegt mit Pfeiler 1 in einer Linie, von diesem 575 cm entfernt. Die Abmessungen des Säulensockels betragen 155x135 cm, die Tiefe der Säulenfundamentierung 455 cm. Der obere Teil der Säule kam in einer Tiefe von 420 cm zum Vorschein, d.h. die Säule blieb 35 cm hoch erhalten. 310 cm westlich von dieser Säule befindet sich die nächste (Säule B; Abmessungen; 165x140 cm, Fundamentierungstiefe: 455 cm); ihr oberer Teil lag 330 cm tief. Sie war also in einer Höhe von 125 cm erhalten. An der W-Seite der Säule kam unmittelbar angebaut ein Mauerrest (MAUER 3) mit einer Länge von 220 und einer Breite von 60 cm zum Vorschein. Die Fundamentierung lag 370 cm, der obere Teil der Mauer 330 cm tief. Nach der Fundamentierungstiefe der Mauer zu schliessen, wurde sie mutmasslich in einer späteren Periode an der Säule B angebaut. Die Stelle der nächsten Säule (C) wurde nur erschlossen, denn von ihr wurden keinerlei Spuren gefunden. Sie dürfte von Säule B etwa 685 cm entfernt gewesen sein (mutmassliche Abmessungen: 170x150 cm). Westlich von dieser Stelle wurde in einer Entfernung von 315 cm die Stelle der nächsten Säule (D) gefunden (Abmessungen: 185x145 cm). Das östliche Glied der nächsten Säulenreihe wurde 560 cm südlich von Säule A gefunden (Säule E). Die NW-Ecke konnte genau bestimmt werden (Länge llO cm, O-W; Breite 35-42 cm). Die ur­sprünglichen Abmessungen dürften denen von Säule A entsprochen haben (Fundamenttiefe: 430 cm; der obere Teil 330 cm tief). Bei der nächsten Säule konnte nur die Stelle beobachtet werden (Säule F); dieser war auf­grund der Beobachtungen etwas nach N verlagert (mutmassliche Abmessungen: 180x145 cm; 27

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