VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)

VI. Klimarekonstruktions Versuch und archäologische Parallele

133. der Ausfüllungen sind homogener und beständiger. Die geringe Höhendifferenz und die verschiedene Orientierung des Einganges verändern auch den Charakter der Ausfüllung nicht tiefgehend. Die andere grosse Differenz besteht darin, wie der Löss in den Höhlen erscheint. Die ungarischen Höhlenausfüllungen anemogenen Charakters haben ver­blüffend verwandte Eigenheiten mit dem wirklichen Freilandiöss. Wie SCHMID fest­gestellt hat, gibt es in der Schweiz ebenfalls anemogenes Material, was auch die Ergebnisse der Pipettenuntersuchungen bestätigen. Doch sind diese meistens sekun­däre Ablagerungen. Es wäre beruhigend gewesen, wenn wir die Korngrössenunter­suchungen einiger Proben, die ihres CaCOg-Gehaltes befreit wurden, kennenlernen hätten können, um auch in dieser Frage klar zu sehen. Übrigens ist die unterord­nete Rolle des Lössmaterials auch deshalb verständlich in diesen Schichtenfolgen, da die Höhlen zu einem Grossteil eben während der lössbildenden kontinentalen Pe­rioden unter Schnee und Eis waren: die Sedimentation war unterbrochen. Doch musste der aolische Staub auch infolge der grossen Höhe ü.dJVI. eine verschwin­dende Rolle gehabt haben. Ein gutes Beispiel dafür ist das Dreieckdiagramm der Ausfüllungen der Salz ofenhöhle, das wir im folgenden besprechen werden. Der grösste Unterschied in den Höhlensedimenten der zwei Klimabereiche erscheint in der perzentuellen und der gros senor de ntlichen Verteilung des Kalk­schuttes. SCHMID publiziert so viele Daten, dass wir in der Lage waren - und dies­mal bei glücklicheren Verhältnissen, da die Wahl der Fraktionen der unseren nä­her steht - jene Dreieck diagramm- Untersuchung zu wiederholen, die wir im 3. Kapitel auf Grund ungenügenden nicht-ungarischen Materials bereits versucht haben. Als Basis dienten die typischesten Schichtenreihen von lo, von SCHMID pub­lizierten Höhlen. Wenn aus einer mächtigeren, homogenen Schichte mehrere iden­tische, oder sehr ähnliche Proben publiziert waren, nahmen wir nur eine: die cha­rakteristischeste. Die Korngrössenfraktionen, die die Verfasserin auf Graphikonen darstellt und deren numerischen Werte sie nicht angibt, haben wir mit der Schieb­lehre abgemessen, und die graphisch dargestellten Verhaltnisse zu numerischen Werten umgerechnet; dann haben wir die Daten der Sieh- und Schlammanalyse zu­sammengezogen und, auf 100% umgerechnet, in drei Fraktionen geteilt (neben der Grossenordnung bringen wir in Klammern jeveüs die hei unseren eigenen Unter­suchungen verwendeten Fraktionen) : I. Grobmaterial: >» 0,5 O0,5) mm 0 Mittelgruppe: 0,02 - 0,5 (0,01 - 0,5) mm 0 m. Feinmaterial: «=^7 0,02 (<c0,0l) mm 0

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