VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)

VI. Klimarekonstruktions Versuch und archäologische Parallele

134. Die umgerechnete Werte haben wir auf ein Dreieckdiagramm aufgetragen. Bei der Beschriftung (Sedimentationsklima) haben wir die Daten der Tabellen (und den Text) von SCHMID übernommen. Für die spatglazialen Auftauphasen haben wir die Zeichen "Interstadial", fiir die einleitenden Phasen die Zeichen"ozeanischen Abschnitt" gewählt. Die Proben erscheinen auf dem Diagramm - mit wenig Ausnahmen - ge­setzmassig. «i Ebenso, wie bei den anderen Untersuchungen am nicht-ungarischen Mate­rial, erscheinen auch jetzt die Proben der Glaziale bzw. der ihnen unmittelbar vor­angehenden Phasen und die holozänen Humusböden zu oberst. Diese Gruppierung zeigt, dass der Unterschied zwischen dem ozeanischen, auffüllenden und dem kon­tinentalen Abschnitt der Glaziale der Unterschied im alpinen Gebiet geringer war, als in Ungarn und dass die heutigen Niederschlags - und Frostverhältnisse in den hohen Regionen der Alpen jenen der Glaziale viel naher stehen, als den Interstadia­len. Die Zeichen der Interstadialen Proben erscheinen in der Mitte des Drei­ecks ; der Frostprozess war zu dieser Zeit gemässigter, als auf ungarländischen Boderu Unter ihnen verteilt finden wir jene Proben holozäner Höhlenlehme, wie z.B. aus der Les Dentaux-Höhle mit engem Eingang, die von einer Stelle, die weit vom Eingang entfernt ist, stammen (Nummer der Probe im Diagramm: 49,50). Ganz unten erscheinen die Zeichen jener Materialien, die sich in den In­terglazialen ablagerten, bzw. der Basiston, der von der chemischen Verwitterung bis zur Grössenordnung der LehrrvSchluff - Fraktion zerstückelt wurde. Da beider Gruppierung des Materials verschiedener Konrgrössen in das Feinmaterial nicht die von uns verwendete Gruppe 0,01 mm ß geraten ist, son­dern das Material von 0,02 mm ß, verschieben sich die Zeichen im Vergleich zur Placierung auf Dreieck diagrammén ungarischen Materials etwas nach oben und nach links. Deshalb haben wir die Strichlinie, die die einzelnen Gruppen voneinan­der absondert, gezeichnet, und die Richtung der Verschiebung mit Pfeilern angege­ben (Abb. 53.) Am Diagramm erscheinen auch Zeichen, die nicht an jenem Platz sind, wo sie den Gesetzmässigkeiten gemäss erscheinen sollten. Diese Unregelmässigkeit kann in jedem Fall mit speziellen Umständen in der Lage der Höhle oder in der Sedimentation erklärt werden. In Anbetracht dessen, dass solche Unregelmässig­keiten in manchen Fallen eben Gesetzmassigkeiten beleuchten, wollen wir sie der Reihe nach untersuchen.

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