VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)
VI. Klimarekonstruktions Versuch und archäologische Parallele
132. Mitteleuropa gebräuchlichen Terminologien und Gliederungen in den Prozess der Eiszeit ein. Endlich entschliesst er sich für die ZEUNER-SOERGEL'sche Terminologie die auch wir anwenden, und die allem Anschein nach am ehesten geeignet ist, die Prozesse der mittel-osteuropäischen Würm-Vereisung darzustellen. Die grosse Arbeit von SCHMID, E., "Höhlenforschung und Sedimentanalyse" (Schriften des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Schweiz, Basel 1958.) ist ebenfalls nach Abschluss des Manuskriptes erscheinen Die Arbeit bringt ausser der kompletten petrographischen Analyse von 11 Schweizer Höhlen, die bisher noch nicht publiziert wurden, und einigen bereits früher publizierten SchichtenfolgenSpektren, die teüs die Verfasserin, teils noch LAIS ausführte, die vollständige Methodologie der Untersuchungsserie und die Einteilung der zu untersuchenden Höhlen auf Grund der lokalen Gegebenheiten (der spezialen Verhältnisse der alpinen Vereisung) , endlich die klar überblickbaren synoptischen Tabellen der detaillierten Schichtenbeschreibungen. Als Grundlage dienen ihr auch weiterhin die von LAIS aufgestellten Untersuchungsmethoden. Die Erweiterung des Systems haben wir schon hei der Beschreibung der Arbeit über die Brüggli-Höhle kennengelernt : SCHMID hatt die Schlämmanalyse eingeführt, die siöh in dieser Arbeit auf die Gruppen 0,5 2,0; 0,1-0,5; 0,02-0,1 und < 0,02 mm 0 erstreckt. Im Falle einzelner Höhlen hat sie sich auch der Pipettenuntersuchung mit Köhn-Verfahren bedient. Das Werk E. SCHMIDS ist die erste sedimentpetrographische Arbeit grossen Überblicks, die so wichtig für unsere Arbeit ist, dass wir sie weitläufiger besprechen möchten. Die untersuchten Schweizer Höhlen hegen innerhalb eines Vereisungszentrum, in den Alpen, und öffnen sich in 350 - 2245 m Höhle. Sieben der 11 Höhlen liegen über 1200m ü.dJVI. Selbstverständlich gerieten diese Höhlen während der verschiedenen Abschnitte der Eiszeit, im Verhältnis zu der damaligen Schneegrenze und zu den Gletschern, in jeweils verschiedene Verhältnisse, die von der Verfasserin besonders beachtet werden. In den Höhlen, die das Eis und der Schnee für lange Zeit versperrt hielt, oder die vom Gletscher überfahren wurden, ist die Ausfüllung anderen Charakters als in jenen, die auch im Würm-Maximum unterhalb der Schneegrenze waren. Die Arbeit von E. SCHMID, bzw. die Beurteüung der Schweizer Höhlen, ist eben deshalb kompliziert, wie wir im folgenden nachweisen werden. Im Verhältnis zu den Schweizer Höhlen verfügen die ungarischen, die in pseudoperiglazialem Gebiet lagen und ihre Öffnung durchschnittlich in 300 500 m ü.dJVI. haben (am höchsten liegt die Peskő+löhle: 745 m ü.d.M.), über verhaltnissmassig einfache Schichtenreihen, und auch die petrographischen Eigenheiten