Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)
Árpád-kor
pusztult. Ezután, valószínűleg az 1684-es ostromot követően, nyugatabbra egy újabb, sokkal jobb minőségű falat emeltek. Utóbbi lepusztult (1686?) koronájára települt rá végül a ma is álló várfal. A fentiek mellett kutatást végeztünk még a Palotát a polgári várostól elválasztó, ún. Északi zárófal mentén, ahol szinte a szikláig török kori (!) rétegeket találtunk, valamint két közép- és két török kori szemétgödröt. A kutatásokat 1998-ban az Istálló udvarán folytatjuk, ahol a korábban keletebbre feltárt házak udvari részét reméljük nagyobb intakt felületben feltárni. Munkatársak: Tóth Anikó régész, Hanny Erzsébet régész, Benda Judit, Kalakán László, Kárpáti Zoltán, Mersdorf Zsuzsa, Petrik Iván, Haintz István egyetemi hallgatók, Viemann Zsolt geodéta. Magyar Károly BUDAPEST I., ST. GYÖRGY PLATZ - SÜDWESTLICHES GEBIET (Komitat Pest) (III.) Auf dem südwestlichen Teil des St.-György-Platzes setzten wir die in den vorigen Jahren begonnenen Ausgrabungen 1997 an der Stelle des einstigen Königlichen (Höfischen) Stalles und in seiner Umgebung fort. Während wir früher im östlichen Streifen des Gebietes mittelalterliche Häuser erschlossen, wurden die Ausgrabungen diesmal hauptsächlich im westlichen Streifen an den Stadtmauern durchgeführt. Nach dem Wegschaffen der 4-5 m dicken modernen bzw. neuzeitlichen Auffüllung, die sich über den Resten des Stalles aus dem vorigen Jahrhundert angelagert hatte, konnten die Überreste der arpadenzeitlichen Stadtmauer etwa 40 m lang und einige Abfallgruben bzw. Gebäudereste in einem 1 bis 2 m breiten Streifen an der inneren Seite der Stadtmauer freigelegt werden. (Leider waren die sich der Stadtmauer anschließenden Schichtenreihe bzw. die Objekte durch die Grundmauern des Stalles längs durchschnitten worden.) Die arpadenzeitliche Mauer war an mehreren Stellen durch türkenzeitliche Gruben gestört. Außerhalb der arpadenzeitlichen Stadtmauer versuchten wir auf dem sich bis zur auch heute stehenden Burgmauer zeihenden Gebiet auch die Reste der spätmittelalterlichen Stadtmauer zu suchen. Obwohl die Freilegungstiefe stellenweise 8-9 m betrug, konnten keine Spuren der Mauer vorläufig gefunden werden. Anstatt dessen kamen die Reste einer 2-2,5 m dicken, aber sehr flüchtig - vermutlich anläßlich irgendeines Angriffes auf die Erde gebauten, in die türkenzeitlichen Auffüllungsschichten eingekeilten Mauer vor. Diese Mauer ersetzte offensichtlich die ursprüngliche westliche Burgmauer, aber auch sie ging - wie man darauf auch aus den vielen, in ihrer Umgebung gefundenen Kanonenkugeln schließen kann - in kurzer Zeit zugrunde. Danach, wahrscheinlich nach dem Angriff im Jahre 1684 wurde eine neue Mauer viel bester Qualität errichtet. Auf der Mauerkrone dieser vernichteten Mauer (1686?) baute man die auch heute stehende Burgmauer. An der den Palast von der Bürgerstadt trennenden sog. Nördlichen Abschlußmauer wurden Ausgrabungen ebenfalls durchgeführt. Da kamen türkenzeitliche(l) Schichten beinahe bis zum Felsen vor. Außerdem fanden wir zwei mittel- und zwei türkenzeitliche Abfallgruben. Die Freilegungen werden wir im Jahre 1998 auf dem Hof des Stalles fortsetzen. Wir hoffen darauf, daß hier die Höfe der früher davon östlich erschlossenen Häuser auf einer größeren intakten Fläche ausgegraben werden können. Mitarbeiter: Anikó Tóth und Erzsébet Hanny (Archäologen), Judit Benda, László Kalakán, Zoltán Kárpáti, Zsuzsa Mersdorf, Iván Petrik und István Haintz (Studenten), Zsolt Viemann (Geodät). Károly Magyar 137