Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)

Árpád-kor

DIE MITTELALTERLICHEN DÖRFER UND KIRCHEN VON BUDAKESZI (Fo. 103.) Der Name beider mittelalterlichen Siedlungen von Budakeszi ist landnahmezeitlichen Ur­sprungs. Es ist allgemein bekannt, daß diese Benennung, die durch die Ortsnamen Kesz, Keszi, Keszö, Keszü auf die Nachwelt kamen, auf den Na­wohner dieses Dorfes besie­delt wurde. 1296 bestand Kezu schon aus zwei, nach einigen Meinungen rechtlich aber noch zusammengehörenden Dörfern, deren historische Angaben nach László Bártfai Szabó in der Archäologischen Topographie Ungarns am ausfuhrlichsten bekanntgegeben wurden. Die Stelle des einstigen Dorfes Felkeszi und seiner Kirche ist nicht nur als ein archäologischer Fundort (Fo. 1) bekannt, sondern sie ist auch auf den Landkarten aus dem 18. bis 19. Jahrhundert zu sehen. Das Gebiet selbst, wo das Dorf lag, wurde schon 1768 nach seiner verlassenen Kirche unter dem Namen "Oede Kirchen Wiesen" erwähnt. Diese Benennung modifizierte sich bis 1888 zu "Öde Kirchen Feld". Neben den Ruinen der ehemaligen Kirche ist die Aufschrift "Rudera Ecclesia", d. h. Ruinenkirche im Jahre 1768 zu lesen. Ebenfalls auf den ruinösen Zustand der Kirche weisen die Eintragungen ähnlicher Bedeutung auf den späteren Karten hin: 1777 und 1778: "Alte Kirche" und "Alte Kirchen" 1777: "Rudera Templi". Südöstlich vom einstigen Felkeszi entfaltete sich das mittelalterliche Alkeszi (Kezu inferior, Olkezu, Alkezy) am Ufer eines durch das Wasser mehrerer Gräben gespeisten Wasserlaufes. Die Stelle der Siedlung (Fo. 6, 9, 14 und 17) muß in der Umgebung der Felkesz i (Kezu superior, Felkezew, Felkezy) lag am Ufer der vom ehemaligen "Aussatz Graben" und Ka­kukk-Berg her fließenden Wasserläufe, die sich hierorts teils zu einem Teich verbrei­ten, auf einem etwa 700x300 m großen Hügel. Aufgrund des am Fundort 15 gefunde­nen landnahmezeitlichen Grä­berfeldes ist es mit Recht anzunehmen, daß eine land­nahmezeitliche Siedlung in dieser Umgebung existierte und das Dorf Felkeszi von den Nachkommen der Be­men eines der landnehmen­den Stämme zurückzufuhren ist. Die im Gebiet des heuti­gen Budakeszi entdeckten beide Fundortgruppen be­zeichnen die Ausdehnung der mittelalterlichen Dörfer Fel­keszi und Alkeszi (Abb. 1). -Budakeszi korábbi határa Abb. 1: Mittelalterliche archäologische Fundorte von Budakeszi (Zeichnung: Endre Egyed) 127

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