Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)

Árpád-kor

heutigen römisch-katholischen Kirche und südlich davon, annähernd in der Umgebung der heutigen Fö-, Széchenyi-, Szél-, Vásárhelyi-P.-, Kert-, Hársfa- und Nagy-S.-Straße vorge­stellt werden. Nach der Meinung der Forscher bestand das Dorf Keszi - wie gesehen - bis zum Ende der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts geographisch aus zwei Dörfern, die rechtlich aber ein Dorf waren. Vom Anfang des 14. Jahrhunderts an kommen die Sied­lungen in den Urkunden unter dem Namen Alkeszi und Felkeszi vor. Alkeszi und seine Kirche wurden im Jahre 1267 erwähnt, als man in der Gemarkung des Dorfes bereits Weinbau betrieb. Am Fundort Nr. 6 (im Weichbild von Budakeszi) kamen archäologische Funde an mehreren Punkten vor. Im Jahre 1963 wurde ein Gehsteig im Garten der römisch­katholischen Kirche gebaut. Die Rettungsgrabung leitete damals Béla Horváth, der da die gestörten Gräber des mittelalterlichen (?) Friedhofes entdeckt zu haben glaubte. Gleichzeitig kamen auch die Reste der Umfriedungsmauer der mittelalterlichen Kirche gegenüber der Pfarre in einer etwa 10-12 m Entfernung davon zum Vorschein. Das bedeutendste Gebäude von Alkeszi war die zu Ehren von St. György (Hl. Georg) errichtete Pfarrkirche, deren Ansichtszeichnung ebenfalls bekannt ist. Das taucht auf dem bis 1724 benutzten Siegel von Budakeszi mit der Darstellung einer einschiffigen kleinen Kirche mit einem kleinen Turm, kleinen halbkreisbogigen Schlitzfenstern und Stützpfeilern auf. Die St-György-Kirche wurde wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert aufgebaut und noch im 12. oder im 13. Jahr­hundert in westlicher Richt­ung erweitert (Abb. 2). Die Mauer der Kirche mit halb­kreisbogiger Apsis wurde aus kleineren und größeren form­losen Bruchsteinen gebaut, die in gelblichen Mörtel ver­setzt wurden. Die Mauer­stärke des Fundamentes be­trug 88 cm, die der aufgehen­den Mauern 65-68 cm und der Radius des Chorfunda­mentes (außen) 3,25 m. Die Gesamtlänge der Kirche war 14,6 m, die Gesamtbreite 7,85 m und die Lichtweite des Schiffes 9,5x6,4 m, d. h. 61 m 2. Wahrscheinlich im 13. Jahrhundert wurde die Kirche in westlicher Richtung um 2,1 m, d. h. insgesamt um 13,4 m 2 erweitert. Kirchen ähnlichen Grundrisses und ähnlicher Größe sind in Ungarn beinahe überall bekannt. Einige Beispiele sind: Zalavár, Friedhofskapelle; Taliándörögd; Szentbene­dek; Somogyvámos; Illés (Ilija, Kom. Hont, Slowakei); Nyék; Badacsony; Balatonakaii; Darázsi (Drazovce, Kom. Hont, Slowakei). Die Kirche von Cinkota wurde gleicherweise erweitert. Zu dieser romanischen Kirche könnte die kleine Säule runden oder halbkreis­förmigen Durchschnitts (Dm: 15,2-15,5 cm) gehört haben, deren fragmentarischer Sockel aus harter Kalkstein in der Zerstörungsschicht im Quadranten 4 gefunden wurde. Die 68-70 cm breite Umfriedungsmauer ovalen Grundrisses, deren Reste im Graben 5 zutage gefördert Abb. 2: Die Kirche im 12. und 13. Jahrhundert (Aufnahme, Zeichnung: Endre Egyed) 128

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