Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)

Árpád-kor

BERICHT ÜBER DIE ERFORSCHUNG DER REFORMIERTEN KIRCHE VON BEREKBÖSZÖRMÉNY IM JAHRE 1997 (Fo. 102.) Die Siedlung wurde zwischen 1291 und 1294 unter dem Namen Böszörmény erwähnt, die Bewohner waren also mohammedanischen Glaubens, eventuell Ismaeliten. Die zunehmende Bevölkerung gründete daneben das Dorf Berek. Später wurde dieses Dorf unter dem Namen Kisböszörmény, bzw. am Ende des 14. Jahrhunderts Berekböszörmény erwähnt, während die ursprüngliche Siedlung in der päpstlichen Steuerliste aus den Jahren von 1332 bis 1337 noch Böszörmény, 1396 aber Nagyböszörmény genannt wurde. Das letztere war im Jahre 1421 schon ein Oppidum, d. h. Marktflecken. Aus den bischöflichen und päpstlichen Zehnt­listen ist es darauf zu schließen, daß die Bevölkerungszahl in dieser Siedlung mit den mehr als 100 Fronfamilienoberhäuptem, also mit 400 Seelen ziemlich groß war. Die damals noch sichtbaren Ruinen der Kirche von Berek d. h. Kisböszörmény wurden auf der im Jahre 1775 gefertigten Karte noch bezeichnet. Die Kirche von Nagyböszörmény wurde den Allerheili­gen geweiht. Die Forscher entdeckten diese Kirche. Diese Kirche funktioniert in Berekböszörmény als eine reformierte Kirche auch heute noch. Vor den inneren Renovierungsarbeiten wurde der moderige Bretterboden 1997 ent­fernt. Da kam ein mittelalterliches Fundament in gutem Zustand vor. Die Ausgrabungen wurden von Ibolya M. Nepper, Mitarbeiterin des Déri-Museums von Debrecen durchgeführt (Konsultant: György Módy). Im Laufe der archäologischen Forschung kam der Anfang des vorigen Jahrhunderts abgebrochene polygonale Chor der spätromanisch-frühgotischen Kirche zum Vorschein. Die im Laufe der Entfernung der alten Bretterboden zum Vorschein gekommene Mauerstrecke war der Rest der Chorwand der mittelalterichen Kirche. Die im Kircheninneren durchgeführte Forschung stellte es klar, daß die nördliche, südliche und west­liche Mauer der heutigen reformierten Kirche spätromanisch-frühgotische Kirchenmauern sind, die vermutlich in der Mitte des 13. Jahr­hunderts gebaut wurden. Die Umbauarbeiten, d. h. die Vergrößerung der Kirche Anfang des vorigen Jahrhunderts verursachten Schaden im Chor der gotischen Kirche, da der Chor bis zum Gehniveau abgerissen wurde. Im Laufe der Forschung wurden mehrere Details klar. Bei der Besserung des Sockels kam sowohl an der nördlichen als auch an der süd­lichen Mauer je ein Pastophorium vor. Nach dem Abklopfen des Verputzes setzten wir die Forschungen im Tempo der Renovierungsarbei­ten fort. An der westlichen Mauer kam ein echtes spätromanisches Fenster über der Da­chung des die Kirche mit dem Turm verbinden­den Halsgliedes vor. An der westlichen Mauer gab es aber auch andere Überraschungen. Unter dem Verputz steckten ein mit gehauenen Steinen verziertes Tor mjt Steinrippen in voller Pracht und darüber 1. Der nördliche Teil des freigelegten je ein frühgotisches Fenster, die sich im heutigen Chores mit der Gruft Dachraum befinden. und dem landnahmezeitlichen Grab 123

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