Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)
Árpád-kor
Außen, in der Kirchenmauer am westlichen Ende der nördlichen Seite, nördlich von der heutigen Mauerebene kam der Rest einer Mauer vor, die der nördlichen Mauer anschloß: Das östliche und westliche Ende dieser Mauer wurden gefunden. Das weist darauf hin, daß die Kirche an dieser Stelle breiter war. Wir sind der Meinung, daß es hier um ein westliches Turmpaar geht, das 1784 abgebrochen wurde. Nur der untere Teil der an der südlichen Mauer des Schiffes befindlichen, während der Renovierung im Jahre 1979 nur zum Teil vorgeführten mittelalterlichen Fenster wurde gänzlich geklärt, da sich der obere Teil der ursprünglichen Fenster sonst im Dachraum wären. Darum sahen wir von der vollkommenen Freilegung ab. Demzufolge sind heute vier hochstehende, sehr schmale frühgotische Fenster mit schräger Füllung zu sehen. Die Erforschung des Geländes außerhalb der Kirche brachte ein überraschendes Ergebnis an der nördlichen Seite. Der nördlichen Mauer des gotischen Chores schloß sich die einstige Rundkirche, die bis eine Fundamenthöhe von 1,70 m bis 1,90 m erhalten blieb. Die Dicke des Mauerwerkes, das aus sich wechselnden Reihen von sorgfältig gehauenen Quadersteinen und Ziegeln besteht, beträgt 90-110 cm. Solche Quadersteine kamen auch im Fundament des Chores vor, wohin das aus dem abgebrochenen Teil der Rotunde stammende Baumaterial gelangte. Im Laufe der im Inneren der Kirche durchgeführten Forschungen entdeckten wir in einer Tiefe von 140-150 cm eine aus Ziegel gebaute Gruft, die an die nördliche Seite des einstigen, gewölbten, sich mit drei Seiten eines Achteckes schließenden Chores angebaut wurde. Die Größenangaben der Ziegel weisen darauf hin, daß der Chor und die Gruft nicht zu gleicher Zeit gebaut wurden. Im Inneren der Kirche wurde noch ein W-O-orientiertes Grab am westlichen Ende der Gruft, aber außerhalb deren gefunden. Dieses Grab, in dem ein Gefäß, ein Eisenmesser und eine Eisenschnalle beigegeben waren, ist landnahmezeitlich. Im westlichen Teil des Schiffes der über einem landnahmezeitlichen Gräberfeld errichteten spätromanisch-frühgotischen Kirche sind wahrscheinlich die anderen Gräber zu finden. Da hatten wir aber keine Möglichkeit, weiter zu graben. In der Füllerde des abgebrochenen Chores kamen zahlreiche schöne gehauene Steinfunde zum Vorschein und solche stammen auch aus der Erweiterung Anfang des vorigen Jahrhundertes an der östlichen Seite, ferner aus dem Sockel des nördlichen Portikus. Mangels finanzieller Deckung konnten wir den westlichen Teil nicht durchforschen. Da muß man noch klären, ob die Erweiterung auf ein Turmpaar an der westlichen Seite hinweist, ob es einen mit den westlichen Türmen kombinierten Chor gab, ob der Chor auf Pfeilern ruhte und er über Rippen oder ein Kreuzgewölbe verfügte. Die reformierte Kirche von Berekböszörmény ist in der Fachliteratur bekannt, da man die nördliche und südliche Mauer der Kirche für Mauern mittelalterlichen Ursprungs hielt. Einige zählen diese Kirche zu den romanischen Gebäuden, während andere über gotische Fenster schreiben. Die heutige Gestaltung der Kirche ist das Ergebnis der Umbauarbeiten 124 2. Pastophorium an der südlichen Wand