H. Kolba Judit szerk.: Führer durch die historische Ausstellung des Ungarischen Nationalmuseums 2 - Von der Staatsgründung bis zur Vertreibung der Türken - Die Geschichte Ungarns im 11.-17. Jahrhundert (Budapest, 1997)
SAAL 7 - Siebenbürgen und das königliche Ungarn (2. Hälfte 16.-17. Jahrhundert) (Judit H. Kolba)
57. Kelchtuch mit dem Lorántffy-Wappen, Siebenbürgen, Mitte 17. Jh. Siebenbürgens wahrer Schöpfer, htvän Bocskai (1605 1606), bestieg den Thron als Führer des ersten ungarischen Aufstandes gegen die Habsburger. Mit Hilfe der sich ihm anschließenden Heiducken hatte er große Erfolge auf den Schlachtfeldern des königlichen Ungarn, indem er als erster bewies, daß sich die Vereinigung der beiden ungarischen Landesteile auch von Siebenbürgen aus unternehmen lasse. Im Frieden von Wien 1606 erreichte er, daß der Wiener Hof die Religionsfreiheit garantiert, die Palatinswahl genehmigt und daß die Heilige Krone künftig im Lande aufbewahrt werden dürfe. Nach Bocskais plötzlichem Tod gelangte einer der größten Grundbesitzer des nordöstlichen Landesteiles, Zsigmond Rákóczi (1606-1608), auf den Thron, welcher ein großer Freund der Kultur war, ihm folgte Gábor Báthori ( 1608-1613).