H. Kolba Judit szerk.: Führer durch die historische Ausstellung des Ungarischen Nationalmuseums 2 - Von der Staatsgründung bis zur Vertreibung der Türken - Die Geschichte Ungarns im 11.-17. Jahrhundert (Budapest, 1997)
SAAL 7 - Siebenbürgen und das königliche Ungarn (2. Hälfte 16.-17. Jahrhundert) (Judit H. Kolba)
58. Bestickter Herrenmente Gábor Bethlens, Siebenbürgen, um 1620 Gábor Bethlen (1613-1629), Siebenbürgens größter Fürst, gelangte 1613 auf den siebenbürgischen Thron. Er gliederte Siebenbürgen in den Blutkreislauf der europäischen Politik ein: Mit drei Feldzügen nahm er am Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) gegen die Habsburger teil, als dessen Ergebnis vorübergehend der östliche Teil des königlichen Ungarn in seinen Besitz kam. Seine Erfolge gründeten sich auf seine moderne Wirtschaftspolitik, auf Gewerbeentwicklung und die Bildung eines stehenden Heeres. Seinen Namen nannten seine Zeitgenossen sogar zusammen mit dem von König Matthias. Sein Nachfolger, György I. Rákóczi (16301648), nahm als schwedischer Verbündeter ebenfalls am Dreißigjährigen Krieg teil. Ähnlich wie Bethlen ein großer Patron der Reformierten, gründete er Schulen, Kirchen