Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

3. Bestattungen

(Abb. 67.1). 2. Beim rechten Fuß eine umgefallene Fußtasse. Der Gefaßkörper steht auf einer waagerecht durchbohrten Säule mit ziegeiförmigem Querschnitt, die aus einem liegenden rechteckigen Fuß heraus­wächst. Die oberen Ecken des Fußes sind hörnerartig ausgezogen. Auf der Schulter des Gefäßes einander gegenüber zwei Ösen mit senkrechter Öffnung und quer zu ihnen zwei elliptische, in der Mitte einge­drückte Warzen. Die Achsen der Ösen und des Fußes sind ca. 45° zueinander verdreht. H 13,4 cm, Rdm. 6,5 cm, Fußsohle 6,7 x 4 cm. Inv.-Nr.: 88.7.4 (Abb. 67.2). 3. Neben dem Becken eine gröber gear­beitete Tasse (sog. Blumentopfgefäß). Stark be­schädigt, der eingezogene Mundrand mit Fingerein­drücken verziert. Auf dem Oberteil des Bauches eine kleine Warze (ursprünglich waren es wahrscheinlich zwei). H 10,9 cm, Bdm 9,5 cm. Inv.-Nr.: 88.7.5 (Abb. 67.3). Grab B 8. Es lag ebenfalls im W-Teil der Siedlung, an der Grenze von Segment 307 und 439. Die Form Abb. 68 Grab B 8 der Grabgrube war auch hier nicht zu beobachten. Tiefe 45 cm. Ein durch tiefgehende Bodenlock­erungsmaschine sehr stark gestörtes, wahrscheinlich auf der linken Seite liegendes Kleinkindskelett (Abb. 68). Orientierung N-S (340°-160°). Einzige Beigabe: zwischen Schädel und von ihm fort­bewegtem Unterkiefer eine kleinere Halsschale. An der Seite symmetrisch angeordnete vier ringartige 101 Das Grab wurde wegen der Silberbleche neben dem Schädel ursprünglich nicht zur Hunyadi halom-Kultur gerechnet, sondern für frühbronzezeitlich gehalten, weshalb Ildikó Szathmári um seine Veröffentlichung gebeten wurde. Sie fand allerdings keinerlei bronzezeitliche Analogie dafür, Warzen. H 5,4 cm, Rdm 8,8 cm, Bdm 6 cm. Inv.-Nr.: 88.7.6 (Abb. 69). Grab B 2. 101 Es lag im S-Teil der Siedlung, in Seg­ment 107, oberhalb von Grube 151/A, die aus­schließlich Keramikfunde der Hunyadi halom-Kultur Abb. 69 Grab B 8 88.7.6 Abb. 70 Grab B 2. 71 sondern ist der Ansicht, das es aller Wahrscheinlichkeit nach kupferzeithch ist. Möglicherweise wurde das Kind in einer großenteils schon gefüllten Abfallgrube bestattet. Siehe PATAY-SZATHMARI 2001.

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