Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse

Gebäude 31 (Abb. 46). Es konnte nicht gleichzeitig mit Haus 30 und Gebäude H gestanden haben, weil es teils mit ihrem Grundriß übereinstimmt. Es scheint ein kleineres, quadratisches Gebäude gewesen zu sein. Die Pfostenreihe der N-Wand wird von Grube 280/A unterbrochen, die W-Ecke (Pfosten 1) und die S-Wand liegen im Bereich von Grube 259/A. Außerdem er­scheinen die Pfostenspuren mit recht unregelmäßigen Zwischenräumen. Vermutlich reichten mehrere nicht bis in den Untergrund, weshalb schwer festzustellen ist, wie viele Pfosten die Wände gehabt haben; vielleicht 10-12. In der N-Wand zeichneten sich auf beiden Seiten der genannten Grube drei bzw. vier Pfostenspuren ab, durchschnittlich alle 50-55 cm, in der Südwand sechs, durchschnittlich alle 95 cm. W­und O-Wand hatten ursprünglich je sieben Pfosten, aber Nr. 6 und 7 der ersteren lagen im Bereich der Grube 259/A, und Nr. 6 der letzteren fiel in den der Grube 278/B. Auch die Ecke neben ihr, also Pfosten 7, war nicht zu finden. Die Maße des Gebäudes betrugen auf den Mittellinien gemessen in W-O-Richtung 6,1 und in N-S-Richtung 6 m. Gebäude A (Abb. 47). Die zwei rechtwinklig ste­henden Pfostenreihen lassen darauf schließen, daß sie die NO-Ecke eines Gebäudes darstellten. Von der N­Wand sind vier Pfostenspuren erhalten, von der O­Wand fünf (in beiden Fällen einschließlich des gemein­samen Eckpfostens). Vielleicht reichten die übrigen Pfosten der Wände nicht bis in den Untergrund, so daß die weiteren Teile des Grundrisses nicht realisierbar sind. Gebäude B (Abb. 48). Es scheint sehr fraglich, ob die zueinander im rechten Winkel stehenden Reihen von je drei Pfostenspuren wirklich die SW-Ecke eines Abb. 47 Gebäude A Abb. 48 Gebäude B Gebäudes darstellen. (Die als Ecke erscheinende Pfos­tenspur gehört mit Gewißheit zur O-Wand von Haus 7.) Gebäude C (Abb. 49). Anzunehmen ist der man­gelhafte Grundriß eines Gebäudes, dessen SW-Ecke mit der O-Wand von Haus 8 und 9 auf gleichem Ge­biet liegt. Die Spuren des NW-Eckpfostens, weiterer fünf Pfosten der N-Wand, des NO-Eckpfostens, zweier Pfosten der S-Wand, zweier der W-Wand und dreier der Trennwand zeichnen den Umriß eines hier stehenden vermutlich zweiräumigen Hauses nach. Der größte Teil der S-Wand hegt im Bereich von Grube 96/A und einer neuzeitlichen Eingrabung, was ihre Beobachtung von vornherein ausschloß. Stimmt un­sere Hypothese, so war die Länge des zweiräumigen Hauses 10,1 (6,6+3,5) und seine Breite 5 m. Gebäude D (Abb. 50). Auf dem Gebiet von Haus 15 und 16 zeichneten sich die Spuren der Pfos­ten 2-11 der N-Wand sowie von vier Pfosten (2-4 und 6) der W-Wand eines nicht näher bestimmbaren Ge­bäudes ab. Pfosten 7 der W-Wand lag zudem im Bereich von Grube 202/A. Das Gebäude hatte vermut-

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