Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse

o Abb. 33 Haus 18 waren in der N-Wand Pfosten 8, 13 und 14, in der S­Wand Pfosten 1 und 5-6. Zugleich war in der N-Wand der Raum zwischen Pfosten 3 und 4 weiter als zwi­schen den anderen; vielleicht befand sich dort eine Tür. In der W-Wand standen sieben Pfosten; zu sehen waren die Spuren von 1-5. Auch in der Trennwand werden es sieben gewesen sein, Nr. 2 war aber durch den Schützengraben vernichtet worden und Nr. 5 konnte nicht festgestellt werden. In der S-Wand konn­te neben Nr. 4 und in der N-Wand konnten neben Nr. 1, 4, 7 und eventuell 9 Stützen gestanden haben, auch in der SO-Ecke waren zwei Spuren dicht nebeneinan­der zu erkennen. Die Länge des Hauses kann 11,3 m (des W-Raumes 7,6 m) und die Breite an der Trennwand 5,8 m betragen haben. Haus 19 (Abb. 34). Es liegt teilweise auf dem Ge­biet der O-Hälfte von Haus 18. Es war ein recht­eckiges Gebäude, aber aus einem Raum bestehend, dessen Achse regelwidrig quer zu den anderen stand, also etwa N-S gerichtet war. Eigentlich zeichneten sich nur drei Seiten ab, die westliche Längs- und die (N- und S-) Querseiten. In der Linie der W-Längs­wand zeigten sich in recht ungeordneter Verteilung nur sechs Pfostenspuren (neben dreien von ihnen zudem je noch eine weitere), aber Nr. 1 und 2 (NW­Abb. 34 Gebäude 19 Ecke) kann auch ein Schützengraben aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigt haben. An der S-Querseite gab es sechs Pfostenspuren und zusätzlich zwischen Nr. 6 und dem Eckpfosten noch eine achte. Auf der N­Querseite gab es die Spur von Nr. 7, während Nr. 1 der Schützengraben vernichtet hatte. Über die Hälfte der 0- Längswand liegt im Bereich von Grube 169/A, aber im grubenfreien Abschnitt zeigte sich außer den Eckpfosten keine Spur von Pfosten. Aus ihrem Fehlen ist eventuell zu schließen, daß es kein Wohnhaus mit einem Raum, sondern ein Halbschuppen war. Länge 10 m und Breite 6 m. Haus 20 (Abb. 35).Ungeachtet dessen, daß in der Linie der Wände mehrere Gruben und Gräber lagen, war der Grundriß genau zu bestimmen. In den Längs­wänden befanden sich 14 Pfosten, in den Querwänden und der Trennwand sieben. Pfosten 2 der N-Wand war wegen Grube 219/B nicht zu erkennen, aber auch von Nr. 3, 4, 12 und 13 gab es keine Spur. (Vermutlich reichten sie nicht bis in den Untergrund.) In der Linie der S-Wand gibt es keine Spur von Pfosten 7 und 8, und Grube 247/A bzw. 216/C waren der Grund, daß Pfostenspur 13 und 14 nicht festzustellen waren. In der Linie der W-Wand zeigten sich wegen Grube 269/A nur Pfostenspur 1 und 5-7, in der der O-Wand wegen Grab 238 und erwähnter Grube 216/C nur Spur 1- 4. Die Trennwand war vollständig, möglicherweise hatten Pfosten 4 und 5 sogar eine Stütze, ebenso wie in der S-Wand die Pfosten 1, 3 und 9. Die Länge des

Next

/
Thumbnails
Contents