Lovag Zsuzsa: Mittelalterliche Bronzgegenstände des Ungarischen Nationalmuseum, (Catalogi Musei Nationalis Hungarici. Seria Archeologica 3; Budapest, 1999)

Katalog - Leuchter und Kreuzruße

Enamels the XII to the XVI century, a special exhibition at the Martin D'Arcy Gallery of Art. Text by Donald F. Rowe, S.J. (Loyola University of Chicago 1970) Nr. 12. Herkunftsort unbekannt, aus dem alten Material des Museums erneut ins Inventar aufgenommen. Nicht publiziert. 141. FRAGMENT (2 Stücke) Abb. 141/1-2 Limoges (?) zweite Hälfte des 13. Jh. Bronze, gegossen, ziseliert. H: 4,3 cm, Dm: 3,4 cm Inv.Nr. 61.32.B. Zwei nahezu identische Stücke. Kegelförmiger, innen hohler Sockel mit 7 runden Löchern an der Seite, zwischen den Löchern bogige Linie. Obenauf je eme hockende Tierfigur von unbe­stimmbarer Gattung. Ihre drachenartigen Köpfe sind nach hinten gedreht, auf ihren langen Hälsen ziseliert eine Art Mähne, ihre mit breiten, parallelen Strichen verzierten Schweife stehen nach oben. Abgewetzt, auf dem Rücken der einen Tierfigur ein Gußfehler. Der untere Rand des Kegels ist geschliffen. Einen ähnlichen, mit einer „zusammengerollten Drachenfigur" verzierten Griff gibt es auf emer Navicula aus Limoges und es kann sein, daß auch diese Stücke emen ähnlichen Zweck erfüllte. [F. Stuttmann, Mittelalter I. Bronze, Email, Elfenbein. Bildkataloge des Kestner-Muscums Hannover VIII. (Hannover 1966) Nr. 84., Abb. S. 177.] Herkunft unbekannt, aus dem alten Material des Museums erneut inventarisiert. Nicht publiziert. 142. HEILIGENFIGUR VON EINEM Abb. 142 PROZESSIONSKREUZ Ungarisch, zweite Hälfte des 13.Jh. Bronze, gegossen, graviert, vergoldet. H: 7,3 cm, B: 2 cm Inv.Nr. 55.100.B. Auf dem Vollguß-Kopf der Dreiviertelfigur deutet eine flache, runde Platte die Glorie an, auf ihrer Oberfläche zwei gravierte, strichlierte blattförmige Verzierungen. Der grob geformte Kopf sitzt auf einem langen Hals. Auf dem blechartigen, etwas konvexem Körper befindet sich eine aus senkrechten und waagerechten Zickzacklinien gestaltete, netzartige Einteilung. In der Achse des Körpers zwei Nagellöcher. Die Vergoldung ist abgewetzt. Sie wurde nach einer ähnlichen Figur von einem limousiner Kreuz hergestellt. Eine nahezu identische Figur befand sich in der vormaligen Budapester Piaristcn-Sammlung, deren derzeitiger Aufbewahrungsort unbekannt ist. (CZOBOR­SZALAY 1897,1. Taf. XIV) Unbekannter Herkunft, aus dem alten Material des Museums erneut inventarisiert. KOVÁCS 1961, 169, Fig. 24/e; KOVÁCS 1962, 104, Abb. 24/e; KOVÁCS 1968, 44, Abb. 23/b. 143. HEILIGENFIGUR VON EINEM Abb. 143 PROZESSIONSKREUZ Ungarisch, zweite Hälfte des 13. Jh. Bronze, gegossen, punziert, vergoldet. H: 5,7 cm, B: 2,2 cm Inv.Nr. 1934.160. Hinter dem Vollguß-Kopf der Halbfigur eine große, befestigte, etwas konkave, runde Glorie. Der grob geformte Kopf sitzt auf einem langen Halse, der Körper ist rechteckig, etwas konvex, umrahmt von einer ringsum laufenden, punzierten Wellenlinie. In der Achse des Körpers zwei Nagellöcher. Die Vergoldung ist nahezu voll­ständig abgewetzt. Wie das voriges Stück, ist auch dieses als Nachah­mimg emer Heiligenfigur von Limoges hergestellt. Unbekannter Fundort, durch das Museum von einem Kunsthändler erstanden. KOVÁCS 1961, 175, Fig. 27; KOVÁCS 1962, 104, Abb. 27; KOVÁCS 1968, 43, Abb. 23.a. Leuchter und Kreuzfüße 144. KREUZFUß Abb. 144 Rhein-Maas Gebiet, zweite Hälfte des 12. Jh. Bronze, gegossen, graviert, vergoldet. H: 15,1 cm, B: 13,8 cm Inv.Nr. 1870.25.2. Der Sockel steht auf drei drachenförmigen Füßen, die Köpfe und die beiden Vorderbeine der Drachen stützen sich auf den Boden, neben ihren aufrecht stehenden Flügeln windet sich auf beiden Seiten je eine Ranke empor. An den Kanten der dreiseitigen Pyramide über den Drachenfüßen je eine nach unten kriechende kleine Drachenfigur mit einer Kugel im Maul. Die Seiten der Pyramide bildet eine durchbrochene, symmetrische Rankenverzierung, auf den sich ringsum win­denden Rankenzweigen gravierte Doppellinien, deren Enden sich in fächerförmigen Blättern auflösen. Innerhalb der Rankenkreise befinden sich geflügelte Drachenfiguren, deren Schwänze in Blättern enden. Ihre zurückgewendeten Köpfe

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