KOZÁKY ISTVÁN: A HALÁLTÁNCOK TÖRTÉNETE II. / Bibliotheca Humanitatis Historica - A Magyar Nemzeti Múzeum művelődéstörténeti kiadványai 5. (Budapest, 1944)

Anhang

- IX ­reichgedeckten 'tische einander zu und achten nicht darauf, dass ihnen ein Engel den nahen Tod verkündet. Vor dem Tische liegt der Arme Lazarus, dessen Wunden von drei Hunuen geieckt werden. — Originalaufnahmen der Stadtbibl. zu Trier. Tafel XIII. — Everyman-Geschichte und erste Vi­sion in Donaueschingen. Fig. 1. — Anfang der vollständigen Trier-Hombur­ger Gesamtlegendenform in der Zimmern'schen Tolen­lanzhandschrift :u Donaueschingen. — Die Trier-Hom­burger Legendenform hat der Graf Wilhelm Werner von Zimmern (1485—1575) in sein „Geistliches ABC" aufge­nommen. Diese Sammlung von Gedichten lehrhaften In­halts stammt zwar aus dem XVI. Jh., die in ihr bearbei­tete Legendenform kann also für die Entstehungsgeschichte der Totentänze keine entscheidende holle spielen Hier wird sie nur deswegen fast in einem vollständigen Umfange mitgeteilt, weil uns diese Bilderreihe in der Überzeugung bestärken kann, dass es vom XIII. Jh an (Metz) eine permanente Tradition gab. welche dieselbe Gesamtlegende in den wichtigsten. Grundzügen immer in der gleichen Form erzähl' und entfallet hat. Der illustrierte Totentanz, mit welchem die Legende in den verschiedenen Hand­schriften der Zimmern'schen Textsammlung verbunden wurde, ist textlich und bildlich schon vom Holbein'schen Totentanz beeinflusst worden, trotzdem kann es uns nach den hier vorausgeschickten bildlichen Darstellungen der Gesamtlegende kaum fraglich erscheinen, dass man die verschied-nen Varianten der Gesamt'egende sogar noch im XVI. Jahrhundert deswegen mit dem Totentanz verei­nigte, weil man im Totentanz zu dieser Zeit eigentlich noch mehr oder minder bewusst eine erweiterte Gesamt­legende erblickte. Die Handschrift Nr. 123 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen wurde meiner Ansicht nach um 1555 geschrieben. Nach Joh. Bolte (Das Spiegelbuch, Berlin 1932, S. 5) ist die älteste der Zimmern'schen Totentanzhandschriften diejenige in der Bibliothek des Grafen Königsegg in Aulendoif (1569). Fast zu derselben Zeit enistand nach Bolte die zweite, verstümmelte Hschr. im Knpferstichkabinett der Berliner Museen, und die Donaueschingener Hschr. wurde nach Bolte um 1600 von dem Mösskircher Obervogt Johannes Müller angefertigt. Das hier mitgeteilte Bild befindet sich in der Donaueschingener Hschr. auf fol 2b : Der alte Einsiedler will Everyman und seinen Gesellen bekehren. Der junge Mann, den er ermahnt, sich einen besseren Lebenswandel anzueignen, befindet sich soeben auf einer Jagd, denn es sitzt ein Falke auf seiner hochgehobenen linken Hand. — Dieses, sowie die nächsten Bilder aus der Donaueschingener Hschr. sind Originalphotographien der fürstlichen Bibliothek zu Donaueschingen. Bei dieser Gelegenheit halte ich es für eine besondere Ehre erwäh­nen zu dürfen, dass ich die wichtigen Angaben über die Handschrift das Zimmern'schen Totentanzes und über diese Bearbeitung der Trier-Homburger Legendenform der wertvollen wissenschaftlichen Unterstützung des Direktors der Donaueschingener Bibliothek, Herrn Dr. Ed. Johne und der liebenswürdigen Gastfreundschaft, den sehr er­folgreichen Winken des gelehrten Pfarrers von Donau­eschingen, Sr. Hochwürden Dr. Heinr. Feuerstein zu ver­danken habe. Fig. 2. — Die untreuen Freunde entfernen sich. — Fol. 4b : Der Eremit bekehrt endlich Everyman, dessen drei Gesellen ihn nicht anhören wollten und im Hinter­grunde davoneilen. Fig. 3. — Everyman wird im Glauben bestärkt. — Fol. 6b: Everyman (änderst gezeichnet, aber mit densel­ben Gesichtszügen) reitet auf einem reich geschmückten Pferde und erhält die letzten Ermahnungen vom alten Eremiten. Fig. 4. — Der Bekehrte kniet vor Christus. —- Fol. 9b: Der Herr erscheint und empfängt gnädig die Huldi­gung des Bekehrten. Fig. 5. - Die untreuen Gesellen misshandeln den Bekehrten. — Fol. 10b : Die drei bösen Gesellen Every­mans, die sich wieder einmal auf einer Jagd befinden. treffen im Walde den bekehrten Everyman, verspotten und misshandeln ihn. Fig. 6. — Die Bitte um eine Vision. — Fol. IIb: Der Bekehrte fühlt sich wegen des Benehmens seiner einstigen Freunde gekränkt, kniet nieder, betet und befragt Gott, warum es auf dieser Welt den Bösen so wohl er­gehe. In den Wolken erscheint der Herr und schenkt ihm die Gnade, den Untergang der bösen Freunde, der „irdischen Nichtigkeiten" in Vision sehen zu dürfen. Fig. 7. — Die Vergänglichkeil der „Schönheit". — Fol. 12b —13a: Die beiden Teile der Darstellung, welche sich auf zwei Seiten der Handschrift erstreckt, verbinden grosse Schriftrollen mit den einzelnen Textteilen der Le­gende. Oben rechts erscheint Gott Vater, aber seine er­mahnenden Worte bleiben bei dem schönen Mädchen, das der Teufel verführt hat und dem das Todes-Skelett einen Spiegel vor die Augen hält, ganz, erfolglos. Das hochgehobene Stundenglas des Todes deutet an, dass der Tod die „irdische Schönheit" ins Verderben lockt. Tafel XIV. — Erweiterung der ersten Vision der Gesamtlegende in Donaueschingen. Fig. 8. — Die Lehre des Predigers. — Fol. 13b : Auch der Prediger bemüht sich, nicht nur seine zahlreiche Höhrerschaft zu bekehren, sondern seine Vergänglichkeits­lehre, welche die daneben stehende Todesgestalt mit dem emporgehaltenen Studenglas andeutet, soll auch die Be­kehrung der „irdischen Schönheit" bezwecken. Der Zeich­ner ersetzte das originelle Predigerbild der Legende mit einer Kopie der Szene des Predigers von Holbein (vgl. Goette, Holbeins Totentanz und seine Vorbilder, Taf. V. Nr. 21.). Dieses Bild liefert den sichersten Beweis dafür, dass der Zeichner dieser Legendenform Holbein schon gekannt haben mag (vgl. GTT Bd. Iii. Tai. 1. Fig. 21.). Fig. 9. — Tod und Weib. — Fol. 14b: Endlich erscheint der Tod mit dem emporgehobenen Stundenglas vor dem schönen Mädchen und tötet es. Fig. 10. — Der Gisanl-Typ-Jammerruf des Leich­nams der ..Schönheit". — Fol. 15b : Inzwischen ist das schöne Mädchen gestorben und ist in einen verwesten, hässlichen Leichnam verwandelt worden. Dieser Leich­nam steigt nun aus einem offenen Grabmal und wird zum Gisant-Typ-Beispiel der „Nichtigkeit der irdischen Schönheit". Fig. 11. — Toten-Triumph und Beinhaus-Szene — Fol. 16b: Die Illustration des Textes: „Merckend und gedenckend alle menschen gemein". Fig. 12. — Das Urteil über die Seele der irdischen „Schönheit ". — Fol. 19b: Christus erscheint in den Wol­ken auf einem Regenbogen (oder über zwei Weltkreise) thronend. Seine Füsse ruhen auf der Planetenkugel des Weltalls. Hinter seinem Haupte ragt zu seiner Linken ein Schwert und zu seiner Rechten eine Blume hervor. Rechts und links verkünden Engel mit dem Ruf der Posaunen das Gericht Gottes. Der Herr verurteilt die Seele der „Schönheil". Fig. 13. — Die Höllenstrafe der Seele der „Schön­heit". — Fol. 20b : Die Seele der vom Tod getöteten „ir­dischen Schönheit" wird in den Flammen des Höllen­schlundes von mehreren Ungeheuern gemartert. Diese Szene spielt sich noch ausser der Hölle ab, u. zw. wäh­rend des göttlichen Urteils. Fig. 14. — Die Ewige Verdammnis der Seele der „Schönheit". — Fol. 21b: Die Seele des schönen Mäd­chens wird von mehreren Teufeln in den Rachen des Höllendrachen geworfen. Tafel XV. — Erweiterungen der zweiten und dritten Vision der Gesamtlegende in Donau­eschingen. Fig. 15. — Die Nichtigkeit des Reichtums. — Fol. 17b: Illustration der Parabel vom Reichen und vom ar­men Lazarus. Der Reiche sitzt beim fröhlichen Schmaus und lässt den Armen Lazarus durch seine Diener davon­treiben. Fig. 16. — Der Reiche in der Hölle. — Fol. 18b :

Next

/
Thumbnails
Contents