KOZÁKY ISTVÁN: A HALÁLTÁNCOK TÖRTÉNETE II. / Bibliotheca Humanitatis Historica - A Magyar Nemzeti Múzeum művelődéstörténeti kiadványai 5. (Budapest, 1944)

Anhang

—vttt — Manne und dem Tod aus dem Xli. Jh. in der Hschr. Berlin. Preuss. Staatsbibl. Iat. theol. oct. 94. im ersten Bande dieses Werkes GTT S. 222 : Destitutio corporis.). — Originalphot d. Bibl. F. 10. — Der Ermahnungsruf der drei verdamm­ten Seelen aus dem Rachen des Höllendrachen. — S. 409: Die Seelen von zwei Weibern und von fünf Män­nern werden von zwei Teufeln in den Flammen der Ver­dammnis. im weit -geöffneten Rachen des Höllendrachen gemartert. Wie in der Legende der drei Lebenden und drei Toten, richten hier drei verdammte Seelen ihre Er­mahnungen an den visionären Mann und an die ganze Menschheit, bzw. an die übrigen Freunde Everymans, die dasselbe Los ereilen soll. Die Kopisten des Textes bringen die Worte des dritten Toten in zwei Teile ge­spalten, d. h. sie schreiben einen Teil der Ermahnung des dritten Toten einem vierten Verdammten zu, was aber nur der Irrtum verschiedener Kompilatoren und Ko­pisten sein kann, denn die beiden Textteile gehören auch inhaltlich zusammen und werden durch keine andere sprechende Person unterbrochen. Man kann also das Bild, wie auch den Text für eine Reminiszenz der alten Totenlegende halten, welche in der Urfassung der Ge­samtlegende vor der Bekehrungsgeschichle Everymans stand. — Originalphot. d. Bibi. Fig. 11—12. —. Das Schicksal der Seele der „ir­dischen Schönheit". — S. 411—412: Christus, der ewige Richter der Seelen, erscheint in den Wolken mit dem Richterschwert in der linken Hand und von zwei Engeln begleitet und schickt die Seele der „irdischen Schönheit", welche von zwei Teufeln geprügelt und geschlagen wird, in die Verdammnis, unter die sprechenden Toten der vorangehenden Hö lenszene. Die Seele der Schönheit wird als ein nacktes Kind dargestellt und diese Szene ist nicht die Geschichte „eines zweiten Sünders", wie das auch von .loh. Balte behauptet wurde, sondern sie ist eine logi-che Fortsetzungder vorangehenden Szenen. Nach dem Schicksal des „schönen Körpers" folgt nun das jen­seitige Los der Seele des schönen Mädchens. — Original­phot. d. Bibl. Tafel XI. — Schluss der Trier-Homburger Ge­samtlegende in St. Gallen und die Erweite­rung durch ein Ständegedicht. Fig. 13. — Der Reicht :m als der zweite untreue Freund Everymans. — S. 413: Die Illustration der Para­bel vom Reichen und vom armen Lazarus dient hier zur Darstellung der „Nichtigkeit d.-s Reichtums". Der Reiche, der zweite untreue Freund Everymans, sitzt mit seiner Frau am reichgedeckten tische und verschmäht die Er­mahnungen eines Engels. Er ist auch nicht geneigt dem armen Lazarus etwas zu geben, der auf dem nächsten Blatte dargestellt wird. — Originalphot. d. Bibl. Fig. 14. — Lazarus und das Schicksal der irdi­schen Armut. — S. 414: Lazarus liegt verlassen am Bo­den, zwei Hunde lecken seine Wunde. — Originalphot. d. Bibl. Fig. 15. — Das jenseitige Los des Reichen und des Armen. — S. 415: Im weitgeöffneten Höllenrachen wird die Seele des Reichen von den Flammen der Hölle und von den Schlägen eines Teufels gepeinigt. Umsonst bittet er um einen Tropfen Wassers von Lazarus, der rechts oben im Schosse Abrahams die Freuden des ewi­gen Lebens geniesst. Wie also auch in der Augsburg-Mün­chener Legendenform, in Subiaco und Basel einzelne Zwischenglieder der Geschenisse wegblieben, so wurden auch hier die eigentlichen Sterbeszenen des Reichen und des Armen weggelassen. Damit endigt die zweite Vision der Gesamtlegende. Der zweite untreue Freund des Be­kehrten, der „irdische Reichtum", hat seine Strafe er­halten. — Originalphot. d. Bibl. Fig. 16. — Ein Standesgedichl als die dritte Vi­sion von der Nichtigkeit der Macht. — S. 416 : Ein Bauer, der Papst und ein Edelmann, also nach den drei Gruppen der Standesreihe der Vadomori-Gedichle der Bauernstand, der geistliche Stand und der Adel beklagen sich über ihre irdischen Sorgen und über das schreck­liche Schicksal am Ende des Lebens, das* alles so bald vergeht und der Verwesung anheimfällt. Die Vision von der Nichtigkeit der Weltmacht wird also von einem nach der Art der Vadomorigedichte aufgebauten Standesge­dichte zum Ausdruck gebracht. — Originalphot. der Stifts­bibl. in St. Gallen. Fig. 17, — Die Ermahnungen des Engels an die Vertreter der Stände. — S. 417: Der Gestalt des Adels gegenüberstehend erscheint ein Engel, der die Vertreter der einzelnen Stände aufmerksam macht, sich, des nahen Todes eingedenk, zu bekehren. Damit schliesst die St. Galler Version der Trier-Homburger Legendenform in der aus Freiburg stammenden Handschrift zu St. Gallen. — Originalphotographien der Sliftsbibliothek zu St. Gallen. — Vgl. Tabelle A 11I 9. Tafel XII. — Die Gesamtlegende in Trier. Fig. 1. — Anfang der Everyman-Geschichte. — In der Stadtbibliothek zu Trier gelang es mir durch die ausgezeichnete Güte und wertvolle wissenschaftliche Un­terstützung des Herrn Bibliothekars Dr. Hermann Knaus in die Handschrift Nr. 652 (Num. Loc. 1311 ; Cat. mss. VIII.; Pap. XV. Jh.) eine nähere Einsicht zu gewinnen, wofür ich mit dem Gefühle freundschaftlicher Ergebung herzlichst danke. Zu ganz besonderer Dankarbeit bin ich für die Vermittlung der Photographien aus derselben Handschrift verpflichtet. Nach den Cölnischen Jahrbüchern des XV. Jhs tfol. 336—339) folgt auf fol. 340b der illustrierte, aber leider mehrfach beschädigte Text der Trier-Homburger Le­gendenform. Den Titel „Der Welt Lauf und der Sünde Fluch" erhielt der Text erst später. Nach dem Text folgen weitere Teile der Cölnischen Jahrbücher des XIII—XV. Jhs. (fol. 357a— 373). Die Hschr. gehörte dem Bruggrafen Dederich v. Rudiingen. Auf fol. 340b befindet sich das hier mitgeteilte Bild, auf welchem ein Mönch dem gut­willigen Everyman seine ersten Ermahnungen erteilt. — Originalphotographie der Stadtbibl. zu Trier. — Vgl. in Beziehung auch auf die folgenden Bilder Tabelle A lllg. Fig. 2. — Der erste böse Geselle. — Fol. 341b: Im Laufe des weiteren Gesprächs hat der Zeichner schein­bar einen der bösen Gesellen abgebildet, der die Lehre des Mönchs verschmäht. Fig. 3. — Der zweite böse Geselle. — Fol. 342b : Auch an einen zweiten bösen Gesellen richtet der Mönch seine heilsamen Ermahnungen. Der Zeichner hat den Text nicht mehr recht verstanden und hatte statt des bekehrten Menschen einen er bösen Gesellen abgebildet. Fig. 4. — Die drei bösen Gesellen verspotten den Bekehrten. — Fol. 347b : Der Zeichner hat die drei bösen Gesellen, welche den bekehrten und jetzt schon als einen bärt gen Mönch oder Eremiten charakterisieren Everyman verspotten, wieder ganz änderst dargestellt. Fig. 5. — Die Bitte um eine Vision. — Fol. 348b: Der Bekehrte, den seine Gesellen misshandellen, erhält von Christus das Versprechen, den Untergang der bösen Gesellen sehen zu. dürfen. Fig. 6. — Der Prediger auf der Kanzel. — Fol. 349b : Der Zeichner hat auch die „Nichtigkeit der Schön­heit" dargestellt, aber dieses Bild wurde aus der Hand­schrift gerissen. Hier sollte eigentlich der Prediger seine Ermahnung nicht nur an das durch fünf Zuhörer an­gedeutete Publikum richten, sondern auch an das schöne Weib, welches der Teufel verführt hat. Fig 7. - Der Tod und das Weib - Fol. 350b : Plötzlich erscheint der Tod und tötet das schöne Weib. Fig. 8. - Das Beinhaus. — Fol. 252b : Das Bild des im Grabe stehenden und jammernden Leichnams der „Schönheit" ist weggeblieben. Hier wurde nur die Tri­umph-Szene der Toten ganz primitiv illustriert. Fig. 9. — Der Ermahnungsruf der drei verdamm­ten Seelen aus dem Rachen des Höllendrachen. — Fol. 353b : Die Seelen von neun Verdammten (darunter einige Weiber und ein Mönch) richten ihre Ermahnungen an den visionären Mann, bzw. an seine bösen Gesellen. Fig 10. — Die Seele der „Schönheit" wird abge­urteilt. — Fol. 354b: Das Bild Christi, des Richters, ist weggeblieben un i hier wird die „Seele der gestorbenen Schönheit", welche zwei Teufel mit tierischen Fratzen quälen, vom Zeichner irrtümlich als ein Skelett gekenn­zeichnet. Fig. 11. — Der Reiche und der arme Lazarus. — Ful. 356b : Der Reiche und ein Weib Irinken an einem

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