Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1986-1987 (Budapest, 1987)

TANULMÁNYOK - Takács Imre: A mezőgazdasági tudományok magyar művelőinek egykori társasága (1935—1948)

Gesellschat bestand in der Anregung zur Pflege der mit der Landwirtschaft verbun­denen Wissenschaften, der Entwicklung der Agrarliteratur und der Pflege des Andenkens an die Größen der ungarischen Landwirtschaft. Ihre Mitglieder waren ordentliche, korrespondierende, ehrenamtliche, gründende- und fördernde Mit­glieder. Ihre Initiatoren brachten bereits bei der Gründungsversammlung zum Aus­druck, daß die Gesellschaft als ein Fachgremium im Zeichen einer Wissenschaft­lichkeit arbeiten will, die über der Tagespolitik und jedem einseitigen Interesse steht, und keinesfalls die Tätigkeit der vorhandenen Agrarorganisationen durch­kreuzen will. Unter diesem Gesichtspunkt schien die akademieartige Organisation mit einer begrenzten Mitgliederanzahl die zweckmäßigste Form. Innerhalb der Gesellschaft wurden zwei Hauptkommissionen gegründet: die Literatur- und die agrarhistorische Kommission mit einer naturwissenschaftlichem und einem gesellschaftlichem Zweig, die dazu besstimmt waren, sich mit dem Sammeln und der Bewahrung der gegenständlichen und schriftlichen historischen Erinnerungen der ungarischen Landwirtschaft zu befassen. Die Literaturkommis­sion wollte die dazu Berufenen durch die Organisierung von Vorlesungen mit abwechslungsreichen Themen, durch Veröffentlichung von selbständigen Publika­tionen, und Studien in Zeitschriften, durch Preisausschreiben, Prämien und kriti­sche Verfolgung der Fachliteratur zur wissenschaftlichen Tätigkeit anregen. Bei der Zuerkennung der Preise wurden die Werke mit publizistischem und polemisie­rendem Charakter außer Acht gelassen. Beim Ausschreiben der Preise wurde nicht nur darauf gedacht, daß die Probleme aufgeführt werden, sondern auch darauf, daß der Autor auch zur Lösung der Probleme Vorschläge unterbreiten soll. Offi­zielle Veröffentlichung der Gesellschaft wurde die seit 1896 erscheinende, niveau­volle Monatszeitschrift, die Rundschau der Ungarischen Landwirte. Zu den ersten Aufgaben der agrarhistorischen Kommission gehörte die Erarbei­tung eines Entwurfes zum Sammeln der gegenständlichen und schriftlichen Denk­mäler der alten ungarischen Landwirtschaft, damit diese für die Nachwelt bewahrt werden können. Es sollten von den Urtypen der ungarischen Haustiere einzelne Exemplare sowie aussterbenden Wirtschafts- pflanzen gesammelt werden, weiter­hin erschien es wünschenswert, nach dem Muster des schwedischen Skansens die ehemaligen typischen ungarischen Bauernhäuser und Wirtschaftsgebäuden ge­meinsam mit ihrer Einrichtung in einem Freilichtmuseum auszustellen. Unter den Zielsetzungen der Gesellschaft stand auch der Ausbau oder Festigung der Verbindungen mit den ausländischen wissenschaftlichen Kreisen. Unter diesem Gesichtspunkt war der Anschluß der ungarischen Gruppe des Londoner Interna­tional Conference of Agricultural Economists erfreulich, die danach als internatio­nale Kommission der Gesellschaft weiterarbeitete. An der Beratung in Saint An­drews in Schottland im Herbst 1936 schlug der Generalsekretär der Gesellschaft vor, die nächste internationale Beratung in Ungarn abzuhalten. Die für 1941

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