Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1984-1985 (Budapest, 1985)

Réz Gyula: A motorekék magyarországi megjelenése és elterjedésének jelentősége

DIE ERSTEN MOTORPFLÜGE IN UNGARN UND IHRE SPÄTERE VERBREITUNG Die hohen Anschaffungspreise und Betriebskosten der Dampfpflüge zwagen die Erfinder Pflüge zu konstruieren, die leichter, billiger und dadurch auch den Mittel­besitzern erschwinglich waren. Diesem Zwecke entsprachen am besten Selbstfahrer mit Verbrennungsmotoren. Der erste Benzintraktor der mit einer Anhängervor­richtung versehen war, wurde in den Vereinigten Staaten in 1892 verfertigt. Dieser Traktor war schon zum Schleppen von Pflügen mit mehreren Scharen geeignet. Den amerikanischen motorisierten Pflügen folgte in 1908, in Deutschland eine Erfindung Robert Stocks. Er verfertigte einen selbstfahrenden Motorpflug, bei dem die Kraftmaschine und der Pflug eine gemeinsame Konstruktionseinheit bildeten. Nach dem Erfolg in Deutschland wurden die Motorpflüge von Stock in zahlrei­chen Ländern bekannt. Etliche Fabriken haben dem Beispiel der Stockmaschinen folgend, mit der Herstellung von Motorpflügen begonnen. In Ungarn wurden die ersten Versuche um mit. Motoren zu pflügen unter der Leitung von András Mechwart zwischen 1893— 1899 durchgeführt. Die allgemeine Verbreitung liess aber bis zu den Jahren nach 1910 auf sich warten. Der erste, mit einem Benzinmotor getriebene Traktor, der nebst Anhängervor­richtung nach Ungarn importiert wurde war der amerikanische Big Four Benzin­traktor in 1910. Im selben Jahr wurde auch der erste Stock-Motorpflug eingeführt. Die Verbreitung der verschiedenen Arten der Pflugmaschinen in Ungarn wurde in hohem Masse durch die internationalen Wettbewerbe im Pflügen und durch die internationalen Maschinenausstellungen in Mezőhegyes, bzw. in Galánta geför­dert. Ein bedeutender Erfolg der ungarischen landwirtschaftlichen Maschinenindu­strie war die Herstellung des ersten Traktors, der für das Pflügen geeignet war, des sogenannten „Titan"-s mit 60 PS, in 1913. Den Schwierigkeiten des Krieges zufolge, wurde der Bedarf des Landes an Motorpflügen hauptsächlich durch deutsche und ungarische Maschinen zufrieden gestellt. Eine Zeit lang hatten sie bedeutenden Vorteil gegenüber den Traktoren mit grossem Eigengewicht. Die meistverbreiteten Motorpflüge in Ungarn waren Stock, „Rába" W-D (Wen­deler —Dohm) Komnick. Nach dem Ausbruch des Krieges stieg der Benzinpreis und damit die Betriebsko­sten der Motorpflüge beträchtlich. Es gab verschiedene Versuche um das Benzin zu ersetzen. Das Erscheinen und die Verbreitung der mit Dieselöl getriebenen Traktoren verringerte ihre Verwendug stark am Ende der zwanziger Jahre.

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