Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1975-1977 (Budapest, 1978)
Selmeczi Kovács Attila: Agrotechnikai változások a XIX. századi repceművelésben Magyarországon
VA Y A. 1857. Kézi soros repczevető Bánrévén. GL. IX. 193-4. WOHL Á. 1863. A repczearatás fontossága. FG III. 386-7. ZSAROLYÄNYI M. F. 1837. Ószi-repcze-termesztéséről, 's d repcze-vetéseket pusztító szipolyokról. Gazdasági Tudósítások I. 62-71. RÖVIDÍTÉSEK Ethn. Ethnographia FG Falusi Gazda GL Gazdasági Lapok MG Magyar Gazda AGROTECHNISCHE VERÄNDERUNGEN DES RAPSBAUS IM 19. JAHRHUNDERT IN UNGARN von ATTILA SELMECZI KOVÁCS In Ungarn hat sich der Rapsanbau am Anfang des 19. Jahrhunderts entfaltet. Bis Ende des Jahrhunderts war der Raps unsere wichtigste Ölpflanze und seine Aussaatfläche schwankte zwischen 50 bis 180 tausend Hektar. In grösster Menge wurde, — mit einer der des Getreides ähnlicher Technik -, der Winterraps angebaut. Im Studium wurden die im vergangenen Jahrhundert vollführten Veränderungen der Arbeitsgeräte und Technik im Rapsanbau mit Hilfe von zahlreichen, zeitgenössischen Veröffentüchungen untersucht. Auf Grund dieser Untersuchungen wird festgestellt, dass sich der Rapsanbau von dem der Getreidearten immer mehr entferte und in vielen seinen Elementen sich zu der Anbautechnik der Hackfrüchte genähert hat. Die Rapsproduktion zeigte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf eine viel intensivere Anbauweise als die der Getreidepflanzen. Die agrotechnischen Veränderungen im Rapsanbau sind in fast jeder wichtigen Anbauphase nachweisbar. I. Im allgemeinen wurde der Raps auf Brachfeldern angebaut. Der Boden wurde im Herbst gedüngt, nachher dreimal gepflügt (das erste Pflügen davon erfolgte noch im Herbst). In den grossen Gutsbesitzen wurde die westeuropäische Praxis, d.h. nach dem ersten Pflügen zu düngen, erst um die Mitte des Jahrhunderts ausgeführt. In den Kleinbetrieben wurde nur selten unter dem Raps gedüngt. In manchen Grossgrundbesitzen wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine eigenartige Methode der Bodenlockerung angewendet: anstatt Eggen nach dem Pflug wurden Wagenseiten auf den Acker gezogen. Diese Arbeitstechnik wurde als eine schnelle und ergebnisvolle Methode beurteilt. II. Aussaattechnik am Anfang des Jahrhunderts: Die Streuaussaat erfolgte, ähnlich wie bei den Getreidearten, manuell. Im Rapsanbau erschienen jedoch bereits seit den 1810-er Jahren die Sämaschinen. Diese wurden zunächst aus England und Deutschland von den Domänen importiert, später wurden sie in eigenen Werkstätten und einheimischen Maschinenfabriken hergestellt (Büd 1. und 2.). In der 2. Hälfte des Jahrhunderts war die GARRETT-sche, 5-reihige Rapssämaschine der meist bevorzugte Typ. Die mit der mechanisierten Aussat gekoppelte Reihenbestellung wurde seit den 1830-er Jahren in der Agrarliteratur unermüdlich propagiert. Die Pflughacke und der Kultivator haben sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts in den Grossbesitzen verbreitet. In den übrigen Gebieten des Landes wurde die manuelle Rapsaussaat durch die Reflienbestellung abgelöst. Auf den Rapsfeldern wurden mit Rode- und Häufelpflug die Reihen gezogen, und wurde die Pflanze genauso gepflegt wie der Raps mit der Drillaussat.