Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1975-1977 (Budapest, 1978)
Selmeczi Kovács Attila: Agrotechnikai változások a XIX. századi repceművelésben Magyarországon
III. Bei der Rapsernte hat sich wegen Mangel an Arbeitskräften am meisten das Handmähen verbreitet (Bild 3.). Bis zum Ende des Jahrhunderts haben die Erntemaschinen bei der Rapsernte keinen Eintritt erhalten. Auf den grossen Rapsflächen im ungarischen Flachland wurde der Raps wie das Getreide gemäht, auf Stoppelfeld gelegt, in Schober und Windhaufen zusammengelegt und getrocknet. Zur Einbringung wurde ein speziales Fuhrmittel, der niedrige, breite, vierrädige Wagen benützt (Bild 4.-5.). Der Leiterwagen konnte grosse Rapsmengen auf grössere Entfernungen leicht und sicher befördern. Diese ungarische Erfindung war ein modernes und produktiveres Fördermittel bei der Rapsernte als der westeuropäische rapsfördernde Schlitten. IV. Ein allgemein verbreitetes Druschverfahren von Raps bestand aus dem Austreten der Körner durch Pferde. Das zusammengelegte Erntegut wurde im allgemeinen von 2 bis 3 zentrisch laufenden Pferden ausgetreten. Dieses Erntegut wurde nicht umgewendet, pro Tag wurden sogar 3 davon ausgetreten. Auf dieses Verfahren wollte man bis zum Ende des Jahrhunderts nicht verzichten u.z.w. besonders deshalb, weü der Raps im ungarischen Flachland auch in den Grossgutsbesitzen nicht in Garben gebunden wurde. Der mechanische Drusch hat sich in der 2. Hälfte des Jahrhunderts verbreitet und wurde mit Getreidedreschmaschinen durchgeführt. Das Verfahren wirkte auch auf die herkömmliche Technik der Ernte und des Einfahrens des Rapses und gestaltete die alte Technik bis zum Ende des Jahrhunderts völlig um. ABBILDUNGEN 1. Zweireihige Rapssaatmaschine von Hohenheim 2. Molnarische dreireihige Rapssaatmaschine 3. Decksense zum Rapsschnitt 4. Zugwagen zur Einbringung des Rapses 5. Verbesserte Wechselform des Rapsfuhrwerkes