Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1973-1974 (Budapest, 1975)

Beiträge zum Obstbau Ungarns im XIX. Jahrhundert

RÖVIDÍTÉSEK EG. FG. GL. Erdélyi Gazda. Folyóirat. Kolozsvár. Falusi Gazda. Folyóirat. Pest. Gazdasági Lapok. Folyóirat. Pest. GYOÉ H. KG. MG. SÁL. Gyümölcstermeló'k Országos Értekezlete. Külön kiadvány. Budapest. Hirnök.Folyóirat. Pest. Kerti Gazdaság. Folyóirat. Pest. Magyar Gazda. Folyóirat. Pest. Sátoratjauhelyi Állami Levéltár. ANGABEN ÜBER DEN OBSTBAU UNGARNS IM XIX. JAHRHUNDERT von P. MAGDOLNA ERMÉNYI Den Grossteil der Obstbestande Ungarns bildeten Ende des XVIII. und Anfang des XIX. Jahrhunderts die natürlichen Obstauen an den Stromufern. Die meistverbreitete Obstsorte dieser Zeit war die Pflaume, die in den meisten Gebieten in sog. Pflaumengarten angebaut wurde und meistens zur Herstellung von Branntwein verwendet wurde. Andere Obstsorten - wie Apfel, Birnen, Aprikosen — kamen vor allem in den Weingärten zwischen den Trauben vor. Auf den Mittel- und Kleinbesitzen, wie auch in den Garten der Leibeigenen gestaltete sich keine bewusste, von Menschenshand erschaffene Obstkultur. Dies hatte ihren Ursprung in dem unter Druck stehenden Wirtschaftssystem, in der Zerstückelung der Grundstücke, im Ortsgebrauch, im Mangel an Fachkenntnissen und Baumschulen. In je einer Wirtschaft gab es zwar durch Veredlung vermehrte, kleinere abgesonderte Obstgarten; was aber nicht allgemein üblich war. Auf den Grossbesitzen wurde mit westlichen Methoden und Sorten der Obstbau in Obstgarten, Treibhäusern, durch geschulte r.artner betrieben, dieser diente aber nur zur Befriedigung des eigenen Bedarfes. Die Obstversorgung der Bevölkerung blieb in Ermangelung des Anbaues und Marktes unbefriedigt. Anfangs des XIX. Jahrhunderts begann langsam die Entwicklung des Obstbaus. Das Beispiel der auf Warenproduktion eingerichteten westlichen Produzenten, die langsame Verbreitung der westlichen und heimatlichen Fachliteratur, die Wirkung der westlichen Wanderbaumschulen, die Setzlinge verkauften, hat die Anpflanzungsbewegung von Obstbaumen im Inland in Gang gesetzt. Als Folge dieser wurden heimatliche Baumschulen errichtet und Preislisten veröffentlicht. In der Umgebung dieser entstanden Obstbaugebiete. Die Fachmänner trachteten in Fachbüchern, Zeitschriften ihre Fachkenntnisse in breitem Kreise weiterzugeben. In den, sich immer mehr verbreitenden Baumschulen wurden - nach hohen Nutzen strebend - mit wenig Fachkenntnissen, vom Westen eingeführte Sorten - in vielen Fallen unter falscher Sortenbenennung - verkauft. Dadurch trat Mitte des Jahrhunderts eine grosse Sortenverwirrung ein, die die Entwicklung der Obstproduktion hemmte. Zur Bekämpfung dieser Verwirrung errichteten unsere wirtschaftlichen Fachmanner im Jahre 1842 eine Zentrale Landesbaumschule in Pest, die sortenechte, die heimatlichen Verhaltnisse gut duldende, westliche und inlandische Sorten in den Handel brachte. Zur Vereinigung und Unterstützung der Produzenten wurde 1858 die Ungarische Gartengesellschaft gegründet, die mit grossem Elan bestrebt war, die Obstproduktion zu leiten. Durch ihre Tatigkeit brachte sie zwischen den Produzenten und Kaufern eine Verbindung zustande. In Pest errichtete sie einen Gesellschaftsobstgarten, eine standige Ausstellungs- und Verkaufshalle und eine Fachschule.

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