Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)
Selmeczi-Kovács, Attila: Handgeräte für das Garbenbinden und die Einbringung des Getreides in Ungarn
den nicht rutschen konnte und die Arbeit damit leichter war 7 (Abb. 2). Von morphologischem Gesichtspunkt zeigt die Verzierung des Griffteils (durch Schnitzerarbeit, Bleieinlage usw.) eine größere Variation. 8 Der Bindestock dient zum Anziehen des Strohseiles der aus mehreren Büscheln (2—6) sich zusammensetzenden Getreidegarben. 9 Die beiden Enden des Garbenseiles wurden mit der Hand zusammengedreht, mit der Spitze des Bindestockes unter die Bindung gesteckt, und gut angezogen 10 (Abb. 3). Bei der Ernte mit der Sichel waren die Garbenbinder Männer, da die Bindung der großen Garben eine schwere Arbeit war und eine große Körperkraft beanspruchte, 11 andererseits haben die Frauen die Ernte mit der Sichel versehen. Der Bindestock gehörte demnach historisch zur Ernte mit der Sichel, und war grundlegend ein Gerät für die Männerarbeit. 12 Zufolge der Verbreitung der Ernte mit der Sense kam der Bindestock erst im 19. Jahrhundert in die Hand der Frauen. 13 Die Ernte mit der Sense hat auch den Gebrauch des Nachrechens mit sich gebracht, der nur in der Größe von dem gewöhnlichen Heurechen abweicht. 7 Allein in dem Verbreitungsgebiet dieses Typs ist auch die Benennung subafa bekannt. Vgl.: NYÁRÁDY, M. Az őszi rozs termelése Ramocsaházán (Anbau des Winterroggens in Ramocsaháza). Néprajzi értesítő 22: 1930. 84—101.; KISS, L. Földművelés a Rétközön (Ackerbau in Rétköz). Budapest 1929. 21.; A Magyar Nyelv jâjárások Atlasza (MNyA) (Atlas der Ungarischen Mundarten). Red.: L. Derne und S. Imre. Budapest 1968. I. 181. Kartenblatt. — Im Zusammenhang mit der Terminologie siehe: TRENCSÈNY, L. Subafa, subár. Magyar Nyelvőr 30: 1901. 532.; SIMON YI, ZS. Subafa. Magyar Nyelvőr 31: 1902. 255.; BEKE, ö. Tájszók (Dialektwörter). Magyar Nyelvőr 71: 1947. 56—57. — Die terminologische Mannigfaltigkeit des Gerätes ist z. B. im Gegensatz zu dem Deutschen nicht groß: JACOBEIT, W. — QU1ETZSCH, R. op. cit. 83. — Es sind auch die Terminologien: kötőszeg (Komitat mezőgazdálkodás a Bódva völgyében (Volkstümliche Wirtschaft im Bódva-Tal). Borsod) und szolgafa (Istenmezeje, Komitat Heves) bekannt. Vgl. GUNDA, B. Népi Néprajzi Értesítő 29: 1937. 57. und HOFFMANN, T. Egy palóc falu földművelő technikájának néhány jellegzetessége a századforduló tájékán (Einige charakteristische Züee der Ackerbau-Technik eines „Palotz" Dorfes um die Jahrhundertwende). Ethnographia 67: 1956. 555. — Im größten Teil des Landes ist die Benennung kévekötőfa (Bindestock) gebräuchlich. MNyA. II. 181. Kartenblatt. 8 BATKY, ZS. Útmutató néprajzi múzeumok szervezésére (Wegweiser zur Organisierung von ethnographischen Museen). Budapest 1906. 32. 9 Für die Größe und Zusammensetzung der Garben siehe BALASSA, I. A kévébe kötött szálas gabona összerakása és számolása (Das Zusammenlegen und die Berechnung des in Garben gebundenen Halmgetreides in Ungarn). Ethnographia 67: 1956. 401—402. 10 Eine ausführliche Beschreibung des Garbenbindens gibt in deutscher Sprache BOMANN, W. Bäuerliches Hauswesen und Tagewerk im alten Niedersachen. Weimar 1927. 140 ff. ,1 In Ungarn würde man es vielleicht als ein Wunder betrachten, wenn eine Frau Garben binden würde — schreibt Ende des 18. Jh. NAGYVÁTI, J. A szorgalmatos mezei gazda (Der fleißige Landwirt). Pest 1791. I. 246. ^Die Männer haben bei der Arbeit die Bindestöcke in den Stiefelsschaft gesteckt getragen (BALASSA, I. Földművelés a Hegyközben (Ackerbau in Hegyköz). Budapest 1964. 87.; IKVAI, N. Földművelés a Zempléni hegység középső részén (Landwirtschaft im mittleren Teil des Zempléner Gebirges). Műveltség és Hagyomány IX. Red. B. Gunda Debrecen 1967. 107.), oder er wurde mit einem durch das Griffende gebohrte .Loch gezogenen Riemen an den Gürtel gehängt. In diesem Falle war der Aufhängeriemen durch einen kurzen Holzstift ergänzt (Z. B. Magazin für Ackerbau im Ungarischen Landwirtschaftlichen Museum. Inv. Nr.: 69.16.3. 1—2. aus dem Komitat Vas). "JACOBEIT, W.—QUIETZSCH, R. loc. cit. 85—86.