Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Selmeczi-Kovács, Attila: Handgeräte für das Garbenbinden und die Einbringung des Getreides in Ungarn

Abb. 5. Garbenbinden mit dem Bindestock. Pócspetri, Komitat Szabolcs-Szatmár. Aufnahme von T. Bellon Die Länge seines Kopfteiles beträgt im allemeinen 140—170 cm, sein Stiel ist etwa 110—150 cm lang. Varianten bildeten sich in der Befestigung des Stieles aus: allgemeiner ist der Y-förmige Stiel, doch kommt häufig auch die V-Form vor. Selten wird ein halbkreisförmig gebogener Stiel gebraucht. Dieser Typ ist in den nordöstlichen Gebieten bekannt, wo man seine Behandlung für leichter und einfacher hielt 1 ' 1 (Abb. 4). Mit dem Naehrechen wurden von den Männern die beim Schnitt auf dem Stoppelfeld verstreuten Getreidehalme in Feime (Schober) zusammengezogen. Ein zur Beförderung der gebundenen Getreidegarben dienendes, eigen­artiges Gerät war die gespaltene zweizackige Holzgabel, 15 neben dem auch der natürliche, gabelförmige Ast 16 sowie — von der Mitte des 19. Jahrhunderts an — auch die zweizackige Eisengabel in Gebrauch stand (Abb. 5). Mit der Holz­^Aus dem Komitat Zemplén (Arka) von IKVAI, N. op. cit. 116, 119. — von Korláthelmec von MÁRKUS, M. EA (Ethnologisches Archiv im Ungarischen Ethno­graphischen Museum) Inv. Nr. 403.21. mitgeteilt. ^BALASSA, I. reiht die gespaltene zweizackige Gabel zu den Wirtschaftsge­räten des östlichen Karpatenbeckens. BALASSA, I. A Néprajzi Múzeum fa villa gyűjteménye (Die Holzgabelsammlung des Ethnographischen Museums). Ethno­graphia 61: 1949. 112. 16BALASSA, I. op. cit. (1949) 108. — BIELENSTEIN, A. Die Holzbauten und Holzgeräte der Letten. Petrograd 1918. II. 503. — In Transdanubien (Westungarn) war dieser Typ nicht bekannt, da man dort die dreizackige Gabel mit Ansatz gebraucht hat.

Next

/
Thumbnails
Contents