Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Kramarik, Jaroslav: Die geographische Verbreitung der Arl in Böhmen und Mähren und ihre kulturhistorische Bedeutung

Ausdruck wurde manchmal in diesem Gebiet der eiserne Arbeitsteil des Ha­kens vom Pflugeisen unterschieden, das radlice genannt wurde. Die Benennung lemech, lemes ist allslawisch, manche Autoren weisen auf ihren vorslawischen, indoeuropäischen Ursprung hin. In den slawischen Sprachen wird sie sowohl für die Pflugschar, als auch für die Hakenschar gebraucht. Man kann anneh­men, daß lemech' ursprünglich in Böhmen, wie auch anderswo bei den Slawen den eisernen Arbeitsteil allgemein bedeutete, sowohl beim symmetrischen als auch beim asymmetrischen Gerät, mit der Zeit aber sich diese Bezeichnung für die symmetrische Piakenschar zu stabilisieren begann. In der Neuzeit tref­fen wir auf dem Gebiet des Trautenauer und wallachischen Hakens eine bunte Terminologie für den eisernen Arbeitsteil an, wie die Bezeichnungen radlice. hak, ostfi, zelezo und so weiter. Genau so bunt, ja sogar noch bunter, sind die Benennungen für die Stelze. Ziehen wir also sowohl die Terminologie der alten historischen Quellen, als auch die der Neuzeit in Betracht, sehen wir, daß gegenüber der verhältnis­mäßig einheitlichen und älteren Terminologie der Arl im südlichen Teil die uneinheitliche und jüngere Terminologie der nördlichen Haken steht. Aber es gibt hier noch eine ganze Reihe weiterer Fragen — vor allem das Verhältnis der einzelnen Arle zum Pflug, der schon im Mittelalter eine bedeu­tende Entwicklung in den böhmischen Ländern ereichte, wie es das archäolo­gische, ikonographische und schriftliche Material beweisen. Den Umständen Abb. 12. Dieselbe Form, auf dem Terrain erhalten (Gem. Pavlikov, Bez. Rakovm'k)

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