Technikatörténeti szemle 25. (2001-02)

Papers of the Third International Conference on the History of Chemistry and Chemical Industry (Budapest, 2–4 July, 1999) – First Part - Varella, Evangelia A.: Die Destillation bei den antiken Griechen und Römern

ten her, und sammeln den Dampf auf den Deckel; sie erhalten Süsswasser und trinken es - TÓ áTutcrav ánó TOÜ SaAaaaiou üöaToq, örav eiq Ü5a>p auorn,, eiq YAUKÜ ueTaßaAAei Kai OÜK eiq áAuupóv, ácp' oiou f)Tuiaev. OÜTCOC; yoüv Kai noioüai xivsq nóTipov üöcop ánó TOÜ BaAaaaíou. únoKaíovxsq noAAcó nupí nAiípsiq üöaToq TOIOÚTOU AeßriTaq Kai TÓV ÓT|ÍÓV év TOiq éniKeiuévoic; aÚTcóv ncouaaiv áöpoí^ovTéq xe Kai öexóusvoi TOÚTCO síq üöcop ueTaßaAAovTi xpcóvTai noTcó (B3,19). Im Gegen­teil sieht der weise Meister des 11. Jahrhunderts Michael Psellos, Autor der Quaes­tionum naturalium solutiones, keine praktische Anwendung der Methode, denn in­zwischen sind verschiedene Destillierapparate weit verbreitet: der Regen ist sehr ähnlich jenem Vorgang, der bei dem Erhitzen von Wasser in Kesseln stattfindet; verschliesst man nämlich den Kessel, so steigt der Dampf auf den Deckel und kon­densiert zum Wasser und fällt sofort im Kessel zurück - uóAiOTa öé éoiKe TÓ TCÓV ÚETCÓV xcp YivouévoJ nó6ei éní TCÓV Gepuaivouévcov ÚÖÓTCOV év Toíq Aeßnai, eí yáp éníncoua 8f]aei Tiq ToÚTOiq, 'xvépxeTai ó áTuóq éní TÓ KaAúnrov acóua Kai ouvíaxaTat Kai yívexai üöcop Kai aüBiq KaTapp'éet éní TÓV Asßnra (Patrologia Graeca CXXII 722d). Die Übertragung auf weitere Flüssigkeiten, beispielsweise auf den Wein, unter­stützt letzten Endes eine theoretische Annahme, die auf die zweifellose Tatsache zurückzuführen ist, flüchtige Substanzen seien ohne spezielle Apparatur nicht zu erfassen: das gleiche passiert ebenso mit den anderen Flüssigkeiten, da der Wein und alle Säfte, die der Verdunstung und anschliessender Kondensation unterwor­fen sind, zu Wasser werden; denn alles übrige ist auf das beigemischte Wasser zu­rückzuführen, und der Saft wird zu dem, was beigemischt ist- nóoxei öé Kai xäAAa TaÚTó. Kai Yáp oívoq Kai návTeq oí xuuoí, óaoi öv áTuíaavrsq náAiv siq ÚYPÓV auaTcoaLv, üöcop YÍVCTOI. náGn, yáp TäAAa öiá Tiva aúuuícjiv TOÜ ÜÖOTÓC; SOTIV, Kai oíov áv TI fjTó ouu.mx6év, TOIOÜTOV noieí TÓV XU|ÍÓV (B 358b 17). Die derarige An­näherung wird schwerwiegende Folgen haben. Eigentlich ist der Destillation - eine Technik wofür die Ausdrücke xußuKi^eiv und eßavaußuKi^eiv, aipeiv und xvaonáv 5i' äpßiKoq oder ői' ópyávcov verwen­det werden - der hellenistischen und römischen Welt zu verdanken; dabei bleibt es bemerkenswert, dass sie lange aussschliesslich der Sublimation von Mineralien und Metallen diente. Was die Typen der Apparatur betrifft, sind treue Beschreibun­gen derselben im alchemistischen corpus zu finden, d.h. in den berühmten techni­schen Handbüchern, welche in der Spätantike veröffentlicht und noch vor der Jahr­tausendwende kompiliert wurden. Als erste einigermassen vollständig überlieferte Codices dieser Sammlung wären diese der marcianischen Bibliothek zu Venedig 299 und der pariser Nationalbibliothek 2325 zu nennen, entsprechend im 11. bzw. im 13. Jahrhundert zu datieren; ausführlich und gut erhalten sind weiterhin die pa­riser Manuskripte 2249, 2327 und 2275, in den ersten Jahrzehnten nach der Erobe­rung Konstantinopels kopiert. Die vorhandenen Instrumentationsabbildungen ent­sprechen in den ältesten Fällen in befriedigender Weise den Anweisungen der an-

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