Technikatörténeti szemle 10. (1978)

A MÉRÉS ÉS A MÉRTÉKEK AZ EMBER MŰVELŐDÉSÉBEN című konferencián Budapesten, 1976. április 27–30-án elhangzott előadások II. - Károlyi L.: Embertani mérések története

L. KÁROLYI * ANTHROPOMETRIE Die Anthropométrie — die metrische Erfassung von Körpermerkmalen — ist eine Grundmethode der naturwissenschaftlichen, physischen Anthropologie. Der Mensch als Objekt, als Gegenstand der Anthropologie wird von verschiedenen Gesichtspunkten ausgehend untersucht. Der menschliche Körper kann auf verschiedene Weise erfasst werden. Die Merkmale, die einen Körper — im physikalischen Sinne — charakterisieren, sind Formmerkmale : Höhe, Breite, Tiefe. Die Erfassung dieser Merkmale kann nach morphologischen und metrischen Gesichtspunkten erfolgen. Wir können von den einfacheren, nämlich von den rein metrischen Gesichtspunkten ausgehen. Die morphologischen Methoden dürften demgegenüber als subjektiv gekennzeichnet werden. Die metrischen Methoden setzen allgemein voraus: a) am Objektiv bestimmbare und immer gleichermassen vorhandene Punkte (Messpunkte), von denen die Messungen ausgehen. b) objektive Messeinheiten die mit den Messtrecken vergleichbar sind. c) Die Messungen sollten zielgerichtet und objektiv sein. Diese Voraussetzungen in der Anthropométrie angewendet, sind : 1. Die Messpunkte müssen exakt bestimmbar sein und möglichst auf anatomischen und morphologischen Erfahrungen und Erkenntnissen beruhen. 2. Die Messungen, bzw. die Bestimmungen der Entfernung zwischen zwei vorher festgelegten Punkten — den Messpunkten — sollen genau mit den gegebenen technischen, instrumenteilen Hilfsmitteln vornemommen werden. 3. Die Messungen müssen entsprechend den sinnvollen Fragestellungen den objektiven Charakter der Werte behalten. Nur gleichartige Messungen, vergleichbare Zahlenwerte können miteinander in Verbindung gesetzt werden. Nach Kenntnis dieser Kriterien können wir auch die zahlreichen Bestrebungen verstehen, die die praktischen Aufgaben und Anwendungsbereiche den Anthropo­métrie mitbestimmt und zu einer „Lehre" der Anthropométrie geführt haben. Die Geschichte der naturwissenschaftlichen Anthropologie zeigt, wie sie sich zur selbständigen Fachdisziplin aus der Naturgeschichte des 18. Jahrhunderts entwickelt hat, beeinfiusst von Anatomie, Physiologie, Ethnologie und Archéologie. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts treten neben den eigenen Fragestellungen und Problemen auch eigene spezielle Methoden, so auch die Anthropométrie auf. Die erste Entwicklungsperiode der Anthropométrie lässt sich an der anatomischen, besonders osteologischen, craniologischen Problematik erkennen. * Universität Göttingen, NSZK

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