Technikatörténeti szemle 1-2. (1963)
KÖZLEMÉNYEK - Endrei Walter–Anton Spiesz: Fehérítési eljárás a XVIII. századból
die tuht man zerschäben und in einer Kannen zu geben und in einem jeden Kessel ein Theyl davon zu geben un Recht sieden zu lassen und so auf die Leinwand zu giessen und dieses immer fort bis die gäntzliche Lauge fertig gemacht ist. Sodann insolang beichen als nur die Lauge dauren Thut, jeder früh wieder auf den Bleich Plan heraus zulegen und begiessen. 7. / Die letzte Beich wird nur blos allein mit lauter Wasser tradieret, Indem dadurch die gantze Schärfe der Lauge und die Gelbe der Leinwand benommen wird und erhelt die schöne Weysse und Leichtigket, Letztlich Rechtsschaffen austreten ausschwefen un sodann abtruken und zu Sammen legen. 8. / Wann die Leinwand nach Ausländischer arth soll zu gericht worden. Mann nimmt weysses Wachs Inselt blaue Schmolgen und Krafftmehl oder sogenannte Weytzene Sterke laut Proportion der Leinw. gesetzt zu 50 Stück 50 Ellen Ungarische 25Pfundt Krafftmehl 1 Pfundt Wachs l/4tt Insselt und 4 pf. Blaue Schmolgen welche aber fein sein muss ungefehr von No 50, 60 oder 70. Also zu erst giebt man den Wachs und Insselt in den Kessel hinein um zerlassen zu werden und die Schmolken Tuht man mit Wasser abieschen und wann das Wasser in dem Kassel mit dem Wachs und Insselt sieden tuht, so schüttet man den Schmolgen hinein und vorbeständig damit rühren unterdessen die Kraftmehl durch weichen und ganz dünne zu einer Suppe aus arbeyten und wann die in dem Kessel befindliche Ingredientien rechtschaffen kochen, so schüttet man die zerarbeytete Krafftmehl langsam hinein. Inzwischen aber muss immer damit gerühret worden und wenn alles mitsammen anfängt zu kochen so nimmet man es heraus und sauget es durch ein Stuck Leinwand durch. Hernach nimmet man einen hinlänglichen Schaf oder ein Gübel Darinn machet man eine Tunke wo darinn die Leinwand gesterkt wird. Darein wirfet man ein bis zweiStückel und die tuht man rechtschaffen darinnen nass machen. Hernach zieget man er heraus über ein höltzernen Nagel welcher in einer Wand oder in einer Saiile Eingebohret seyn muss und mit einen Wind Riegel, So ungefehr eine ungarische Kilon lang sein muss von runden Holtz gemacht recht schaffen auswünden und abnehmen und also gleich mit ein Theyl von Sterke in die Tunke zu schütten und sodann andere Leinwand darinn eintunken. Laut diesem Verfähret man bis alles fertig gesterkt wird. Nachdem tuht man selbe auf den Bleichplan aufbreiten und gut abtruknen lassen Sodan in die Mangel geben.