Erdély régi művészeti emlékeinek kiállítása az Iparművészeti Múzeumban (Budapest, 1931)

5 Der im Jahre 1928 neu gegründete Verein der Freunde der Kunstmuseen hat während seines hur zen Bestandes die Sammlungen des Museums der Schönen Künste und des Kunstgewerbemuseums schon durch zahlreiche namhafte Anschaffungen bereichert. Neuer dings hat der Verein auch durch Veranstaltung von Ausstellungen seine hunstfördernde Tätigkeit ergänzt. Damit befolgt er das bewährte Beispiel ausländischer Schwes­tervereinigungen, welche mit den kunsthistorischen Ausstel­lungen gute Erfahrungen gemacht haben. Die beweglicheren und einflussreichen gesellschaftlichen Vereinigungen ver­mögen auf diesem Gebiete oft mehr zu leisten, als der amtliche Apparat und schliesslich kommen die Einnahmen der vielbesuchten Ausstellungen — den altruistischen Satzun­gen der Museumsfreunde gemäss — doch wieder den Samm­lungen zu gute. Erst unlängst ist die vom, Verein der Museums­freunde veranstaltete erste Ausstellung ungarischer Künst­lerbildnisse im Museum der Schönen Künste eröffnet wor­den, und schon folgt ihr die zweite im Kunstgewerbe­museum: die Ausstellung siebenbür gischen Kunstgewerbes. Die Vergangenheit des schätzereichen Siebenbürgens gehört uns. Dort wurzelte dereinst die alte Kultur, deren Träger die Ungarn und die angesiedelten Sachsen gewesen sind. Dort, in den frühzeitig erstarkten Stadtgemeinden, von mächtigen Gönnern wie die Apafi, Banffy, Bethlen, Rákóczi, Teleki und anderer ungarischer Magnaten gefördert, von den traditionstreuen Zünften streng überwacht, erblühte das Kunsthandwerk. Westliche ebensowohl wie östliche Einflüsse belebten die Kunst. Die verhehrenden Stürme aber, die das Mutterland so oft verwüsteten, haben Transsylvanien ver­hältnismässig verschont, so dass dort viel mehr Denkmale der alten Kultur und der Kunst erhalten geblieben sind, als in den meisten anderen Gebieten des ehemaligen Ungarlandes. Die ungarischen Familien Siebenbürgens ebenso wie die Kirchen haben so manches ererbte Stück pietätvoll bis auf unsere Tage bewahrt. Aus diesen, z. T. schon seit län­gerer Zeit nach Ungarn herübergewanderten alten kunst­gewerblichen Erzeugnissen setzt sich die gegenwärtige Aus­stellung grösstenteils zusammen. Hauptsählich sind es die siebenbür gischen Goldschmiede­arbeiten und Schmuckstücke, die sich von altersher einer wohlverdienten Berühmtheit erfreuten. Sie stehn den besten ausländischen Arbeiten um nichts nach. Allerdings ist hier der deutsche Einfluss überwiegend. Die zur Zeit der Refor­mation und auch später in deutschen Werkstätten geschul­ten Goldschmiedemeister, obwohl sie ihr Handwerk zu grosser Vollkommenheit entwickelten und auch Originelles

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