Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)

PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész

1848—49er Freiheitskampf — even­tuell 1715 — vorgeschlagen; ein Drittel der Sammlungen muss aus­rangiert werden; es fehlt die wissen­schaftliche Bearbeitung der Bestände; eine Missbilligung wurde ausgespro­chen dass an die Spitze militärischer wissenschaftlicher Institutionen keine Fachleute gestellt werden, was die Missachtung der aussen stehenden Fachleute nach sich zieht und die Entwicklung der Institution auch negativ beeinfmsst; in dieser Hin­sicht wird aber das Kriegsgeschicht­liche Museum als eine Ausnahme er­wähnt, weil sein Leiter, Oberst Kamil Agghäzy, sich die Anerkennung der beiden Fachmänner erwarb. Auch das Problem der Eingliederung in das Museumswesen des Landes wurde erwähnt und mit konkreten Vorschlägen unterstützt. Die perspek­tivische Entwicklung fördernd wurde die Vereinigung der Militaria-Bestän­de des Nationalen und Kriegs­geschichtlichen Museums vorgeschla­gen, womit eine in europäischer Hin­sicht auch ansehnliche Sammlung zu­stande käme. Diese Frage tauchte schon bei der Gründung des Muse­ums auf, konnte aber bis heute nicht beruhigend gelöst werden. Wie das Museum und das Landes­ver teidigungs m inisterium diesen Fachbericht entgegennahmen, ist nur aus verstreuten Belegen zu re­konstruieren. Eine Variante die Ver­einigung der Sammlungen betreffend blieb bis Mitte der dreissiger Jahre auf der Tagesordnung: nämlich dass das National-Museum 7 Räume im Gebäude des Kriegsmuseums erhalte, wo die eigenen Bestände und die des Kriegsgeschichtlichen Museums aus­gestellt würden, und an die sich die weiteren Ausstellungen des Museums anschliessen sollten. Als Epochen­grenze und zugleich auch Sammel­grenze wurde das Jahr 1715, der Zeitpunkt der Aufstellung der ständi­gen ungarischen Armee bestimmt, und vom Landesverteidigungsministerium auch genehmigt. Das Material ausser­halb dieser Epoche betreffend wurde ein Tausch vorgenommen. Die Frage der Ausstellungen tauch­te — aus unbekannten Gründen erst 1935 wieder auf, da der Landes­verteidigungsminister eine schriftliche Meldung über den Ausstellungsplan wünschte. In diesem Konzept kommt die Übergabe der 7 Räume ans Natio­nalmuseum nicht mehr vor und als Anfangsperiode war 1715 vorgesehen. Am 28. Oktober 1935 unterzeichneten die Leiter der beiden Museen eine Vereinbarung, worin auch die Epo­chengrenze der Sammeltätigkeit schriftlich festgelegt wurde. Von den Exponaten des Räköczi-Freiheits­kampfes wurden dem Kriegsgeschicht­lichen Museum einige zugesprochen, ebenso die Kanonensammlung, die auf der Promenade vor dem Museums­gebäude gut untergebracht werden konnte. Auch der Tausch einiger Gegenstände wurde festgelegt und das Prinzip betont, dass das Endziel die Vereinigung der beiden Sammlungen sei. Die Bedingungen der Ausstellungen kamen erst 1936 zustande, als der Umbau des Gebäudes beinahe been­det, die Bearbeitung des Materials aufs Nötigste vollzogen war. Die Eröffnung des Museums wurde auch durch den Minister betrieben, um den Kampfgeist zu stärken und die de­struktiven Einflüsse in der Armee zu vermindern. Der Tag der feierlichen Eröffnung war der 29. Mai 1937, am 30. Mai wur-

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