Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)

PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész

de die erste Ausstellung des Museums dem Publikum zur Besichtigung frei­gegeben. Dieses Ereignis war ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte des Museums. Damit festigte sich seine Lage, und durch die Eröffnung der Ausstellungen wurde es in den Blut­strom des Museumswesens des Landes eingezogen. Von dieser Zeit an steht im Mittelpunkt des Arbeitsbereiches die Sache der Ausstellungen. Die Ausstellung wurde auf 36 Räume erweitert und umfasste die Kriegsgeschichte von 1715 bis zur Gegenwart. Die Tätigkeit des Museums während des Krieges regulierende Vorschiff verordnete u.a. auch Ausstellungen aktuellster militärischer Themen zu arrangieren, damit das Museum die allerneuesten Ereignisse der Kriegs­geschichte widerspiegele. So wurden Anfang 1942 die Besetzungsaktionen von 1938 und die ersten Ereignisse an der sowjetischen Front gezeigt, was dem Geist der sowjetfeindlichen Propaganda dienen sollte. Die Zahl der Besucher muss als günstig betrachtet werden: im J. 1937 waren es 26 220, 1943 schon 55 000. Das letzte Jahr, in welchem das Museum noch mit voller Intensität tätig war, 1943. Anfang 1944, noch vor der systematischen Bombardierung der Hauptstadt, wurde auf Befehl des Kommandanten des Museums das Material und auch die wertvollsten Exponate der Ausstellungen verpackt und sichergestellt, aus den weniger wertvollen oder Duplum-Gegenstän­den eine auf 7 Räume geplante reduzierte Ausstellung errichtet. In diesem Zustande erhielt das Museum im Oktober 1944 den Befehl des Landes Verteidigungsministers zur Evakuierung. Das Material wurde im November im Schloss Somlövar in Transdanubien untergebracht. Im März 1945 sollte das Material befehlsgemäss nach Deutschland wei­tergebracht werden. In der schwieri­gen Situation flüchtete das Personal, die Bestände blieben unbetreut. Während der Befreiungskämpfe wurden die meisten Gebäude der Budaer Festung, wegen ihrer zentralen strategischen Lage, zerstört, so auch das Kriegsmuseum. Der südliche Teil war bis auf die Grundmauern zusam­mengebrochen, die Haputwände schwer beschädigt, die Zwischenwän­de zerstört und unter den Trümmern befanden sich noch die zurückgeblie­benen Gegenstände der Sammlun­gen. Mit diesem furchtbaren Bild endet der erste Teil der Studie, der von der Gründung bis 1945 die Entwicklung des Museums verfolgte. Die Befreiung brachte nicht nur im Leben des Vol­kes, sondern auch in der Geschichte des Museums eine zwar nicht hinder­nisfreie aber ungebrochene Etappe, die das Thema des zweiten Teils der Studie bilden soll.

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