Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)
PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész
dig auf der Tagesordnung. Das Ankaufen von Materialien stockte fast völlig, die Besorgung geschah durch Einsammeln veralteter oder neu eingeführter Gegenstände der Armee. Zu dem Bereich des Museums gehörte auch die Auslese des auf Ungarn bezüglichen Materials, das das Wiener Heeresmuseum an Ungarn auslieferte. So gerieten ungefähr 2000 wertvolle Stücke in den Besitz des ungarischen Kriegsgeschichtlichen Museums. Die Mitarbeiter nahmen auch an der Lösung, bzw. Begutachtung kriegshistorischer Angelegenheiten und am Zusammenstellen der Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der Honvédarmee Teil, wo sie heraldische und trachtengeschichtliche Gesichtspunkte vertraten. Mit Fachartikeln in Presse und Rundfunk trugen die Mitarbeiter zur Propagierung der Sache des Museums bei. Spender und freiwillige Mitarbeiter wurden gesucht, Kontakte mit anderen Institutionen und Mitarbeitern geschaffen. Manche Mitarbeiter des Museums beteiligten sich an Ausstellungen anderer Museen. Um die materielle Lage des Museums zu verbessern, wurde der Ungarische Kriegsmuseum-Verein gegründet, dessen Zeitschrift: Kriegsmuseums-Blätter (Hadimúzeumi Lapok), die Interessen und Probleme des Museums vertrat, und vor allem Aktionen organisierte, welche zur Lösung der finanziellen Fragen beitrugen. Da es keine Ausstellungen gab, sorgte man dafür, dass an gewissen Tagen der Woche die Sammlungen des Museums für die Mitglieder des Vereins zugänglich seien. Eine gewisse Besserung trat am Ende der zwanziger Jahre ein, was mit der politischen und wirtschaftlichen Konsolidierung des Landes zusammenhing. Ende 1926 wurde der westliche Teil der Nandor-Kaserne umgebaut, mit dem Umzug 1929 bekam die kriegsgeschichtliche Sammlung ihren endgültigen Sitz. 1927 wurde das Museum mit einer selbständigen Wirtschaftsabteilung mit 3 Personen erweitert, das Hilfspersonal um 8 erhöht, so dass es das Niveau von 1923 erreichte. Die Bedürfnisse des Museums waren viel höher — fast das Vierfache — die aber auch später nicht befriedigt wurden. Der endgültige Stand schwankte um 30. 1928 wurde das Museum wieder dem Kriegs ministerium unterstellt. Mit der Lösung der grundlegenden Probleme konnte die Frage der Ausstellungen auf die Tagesordnung gestellt werden. Der Landesverteidigungsminister verlangte Ende 1929 eine gründliche, detaillierte Information über die Sammlungen und die Leistungsfähigkeit des Museums. Um die Fachmässigkeit und Unparteilichkeit zu sichern, wurden zu dieser Arbeit aussenstehende Sachverständige: der Generaldirektor des National-Museums, Prof. dr. Bálint Hóman und der bekannte Kriegshistoriker und Kriegsgeschichtliche Experte des National-Museums, Prof. dr. Zoltán Tóth beigezogen. Ihr Fachbericht ist — trotz der in gewissem Masse tendenziösen Einstellung — ein wichtiges Dokument der Geschichte des Museums. Die wichtigsten Feststellungen sind: die Sammlungen des Museums sind heterogen, dessen Ursache in den Zuständen der Gründung zu suchen ist ; qualitativ und quantitativ gesehen ist das Material der neueren Epochen für Ausstellungen am geeignetsten, darum wurde als Anfangsperiode der