Tanulmányok Budapest Múltjából 13. (1959)
Szalatnai Rezső: Kempelen Farkas és az egyetem átköltöztetése Budára = Wolfgang v. Kempelen und die Verlegung der Universität nach Ofen 207-227
Cabinet, der uhralten Müntzen und anderer Seltsamkeiten bestimmet; werden möge. Und weil man zu dem Wercke ehebaldigst schritten müsste, es. aber nicht anders geschehen könnte, als durch die ohnfermeidte Ausräumung eines Theils des tyrnauischen Collegii, damit es für das Militair Weisen Haus zugerichtet werden könne, so wäre es ohnumgänglich nothwendig, dass dieser Bibliothek, welche dermahlen in dem obbesagten tyrnauen Collegio sich befinden, alsogleich Platz gemacht und sofort nach Ofen beförderet werde. Was nicht gelehrte Bücher, die nach Ofen oder vor die Académie in Tyrnau selbst conveniren, die Übrige sollen nichts, als viel sehr schlechtes Gezeug seyn, was nicht würdig einer solchen Bibliotheck, lieber als selbe zu transportiren an die Pfarrerrs Ordens Geistliche oder auch Weltliche gratis abzugeben. 10-tens. Was mit der Universitaets Buchdruckerey zu thuen seye? Ad 10-um. Wäre einer seits eine Universitaets guten Buchdruckerey unumgänglich bedürftig, die dermahlige Buchdruckerey einkünften aberzur Erhaltung und Zuwachse der Bibliotheck bestimmet ist, anderer Seits aber auch erforderlich zu seyn scheinete, dass auch bey der künftigen Tyrnauer Académie eine Buch-Druckerey belassen werde, so entstünde die Frage, ob es nicht rathsam wäre, dass die vornehmere Geräthschaften dieser Buchdruckerey nach Ofen in das Schloss Gebau übertragen, die vom geringeren Werthe überbleibende Geräthschaften aber samt allen übrigen dazu gehörigen Vorrathe an einem sich zu Tyrnau niederlassende Buchdrucke verkauftet, und sodann zu Ofen die Versehung, wegen aller zu einer vollkommentlich eingerichteten Buchdruckerey erforderlichen. Bequemlichkeiten und zur Aufbehaltung deren gedruckten Büchern nöthigen Niederlagen getroffen werde ? Um diese Frage von Grund beheben zu können, wäre es nothwendig, dass die Commission Vorlauf fig einen in dieser Kunst wohl erfahrnen Mann vernehmete und sonach hierinfalls ihre Wohlmeynung eröffnete. 11-tens. Was dann in Anbetracht des Seminarii Generalis zu veranstalten seye? Ad 11-um. Dieses Generale Seminarium wäre nach Ofen in das Collegium der aufgehobenen Gesellschaft und respective in das aldasige alte Seminarium zu überbringen ; die Idee aber, wie dieses Gebau angeleget und abzuthuen komme? vorläuffig mit dem Primas zu concertiren und sodann gleich mit Eingang des künftigen Früh Jahrs, mit diesem Gebau unter der Direction des königlichhungarischen Hof Kammer Raths von Kempelen der Anfang dergestalt zu machen, dass selbes mit Ausgang des Schull Jahrs das vorerwähnt Generale Seminarium beziehen könne, stb. Gut. 12-tens. Auf was Art das königliche Schloss Gebau für die alldahin Übersiedlende Universitaet, sonderheitlich aber für dem adelichen Convict zu zurichten wäre ? Ad 12-mum. Man lebet der Hofnung, das diese ansehentlich-werdende Universitaet zahlreiche adelliche Jugend zu sich ziehen wird, und von darum wäre durch die Commission hierzu in dem Schloss Gebau ein ziemlicher Raum für diesem königliche und erzbischöfliche Convict zu bestimmen, um in demselben ausser denen gestifteten adellichen Jünglingen auch andere adelliche Jugend gegen Bezahlung in einer grösseren Anzahl placiren und dieselbe zum Nutzen des Landes Fürsten und zur Zirrde des Vaterlandes bilden zu können. In der Fürbereitung und Abtheilung deren für diesem Convict widmenden Gelegenheiten aber sollte man besonders dahin bedacht seyn, dass nicht zu viele Jünglinge in eine Wohnung zusammengezogen, sondern so wenig als es immer thunlich seyn wird, der Obsorge eines besonderen Praefecti anvertrauet oder aber wenigstens eine jede: Klasse ihren eigenen Praefect haben möge. 222