Tanulmányok Budapes Múltjából 11. (1956)
Nagy Lajos, A Terézváros kialakulása
2. Fragen der topographischen Entwicklung der oberen Vorstadt Fine Beantwortung der Fragen hinsichtlich der topographischen Entwicklung der Pester Vorstadt des 18. Jahrhunderts können wir nur nach dem Studium der Entwicklung der einzelnen Stadtteile erhoffen. In unserer Studie befassen wir uns mit der Ausbildung und Entwicklung der Topographie des oberen Teiles der Pester Vorstadt des 18. Jahrhunderts (die Theresienstadt und Elisabethstadt von heute, das Gebiet des VI. und VII. Bezirkes; von 1777 an Theresienstadt genannt). Durch das Vergleichen der alten städtischen Grundbücher mit der zwischen 1784—89 aufgenommenen Karte von В alla erhalten wir eine Aufklärung darüber, wie sich die zu Beginn des 18. Jahrhunderts noch unbewohnte wilde Sandwüste bis zum Jahrhundertende in eine kleinstädtische Gartensiedlung verwandelte. Die Gliederung dieses Gebietes ist ein wichtiges und wesentUches Problem hinsichtlich der Entwicklung der Vorstadt und bestimmt ihren ganzen weiteren Werdegang. Die von einer Mauer umschlossene Stadt .war zu Beginn des 18. Jahrhunderts in einem weiten Halbkreis von Gärten, Äckern und Meiereien umgeben. Für die Grenze dieses Gürtels war der Flugsand bestimmend, und als in 1771 die Stadt zum Schutz gegen die Pest mit einem Graben umgeben wurde (dem sog. Liniengraben), ist eigentlich eine Scheidelinie zwischen dem fruchtbaren und dem unfruchtbaren Gebiet gezogen worden. Im Theresienstädter Abschnitt des Halbkreises kann von Zonen von Meiereien, Gärten und Ackerland selbstverständlich nicht die Rede sein. Teilt man aber den Linien der Király utca, Akácfa utca, und der heutigen Jókai utca entlang dieses Gebiet in 4 Abschnitte, so lassen sich die Immobüiengattungen der einzelnen Viertel anfangs ziemlich genau voneinander absondern. Um 1720 finden wir im Gebiet zwischen der heutigen Jókai utca, Majakovszkij Rózsa-utca und Váci út ausnahmslos Meierhöfe (diese sind die sog. Oberen Meiereien). In dem durch die Nagymező utca, Paulay Ede utca und Bajcsy-Zsilinszky út gebüdeten Dreieck befanden sich Äcker und obwohl wir keine ganz genauen Angaben dafür besitzen, ist es immerhin wahrscheinlich, dass in den frühesten Zeiten, auch im Abschnitt zwischen der Nagymező-utca, Mozsár utca, Jókai utca und Majakovszkij utca Äcker waren. Zu beiden Seiten der Majakovszkij utca und im Gebiet, das von der Akácfa utca Dohány utca und dem Tanács körút eingefasst ist, befand sich das Garten viertel. Schliesslich finden wir im letzten Viertel, im Gebiet zwischen der Akácfa-utca, Majakovszkij utca, Szövetség utca und Dohány utca gemischt Meiereien und Äcker vor. Diese Grenzen gelten selbstverständlich nur für eine in einem gegebenen Augenblick festgehaltene Situation, da sich die einzelnen Immobiliengattungen häufig umgestalteten. Die Erstellung des Situationsplanes der verschiedenen Immobiliengattungen ermöglicht uns allein, dass wir in diesem Gebiet das System des späteren Strassennetzes, die Lage der Häuserkomplexe und die Benennung einiger Strassen verstehen können. Die Besiedlung der Vorstadt begann in den Gärten, bald kam es zur Aufteilung einiger Meiereien und nach einigen Jahren auch eines Teiles der Äcker. Es blieben recht zahlreiche Flecke, die von der Welle des Stadtbaues nur später erfasst wurden. Strenggenommene Regeln, die keinerlei Ausnahmen geduldet hätten, kannte diese Besiedelung nicht. Ihr Rhythmus läßt sich anfänglich in seinen zeitlichen und räumlichen Phasen verfolgen, später fliessen diese Phasen ineinander über ; vor allem zeitlich, oft aber auch räumlich. Im Gartenviertel der Theresienstadt wurden im Laufe des 18. Jahrhunderts 251 Häuser erbaut, in der Mehrzahl (210) auf ganz kleinen Grundstücken (50—100 Klafter). Diese kleinen Grundstücke wurden hauptsächlich von Kleinhäuslern, Taglöhnern und Gehilfen besiedelt. Die Eigentümer der auf grösseren Gebieten, also in den nicht aufgeteilten Gärten errichteten Häuser waren Bürger und Adelige. Diese Häuser standen grösstenteils in den der Stadtmauer näherliegenden Gärten. Das Gebiet einiger im Gartenviertel liegenden Meiereien blieb während des ganzen 18. Jahrhunderts unberührt. Sogar finden wir in diesem Viertel noch am Ende 125