Póczy Klára: Forschungen in Aquincum 1969- 2002 (Aquincum Nostrum 2. Budapest, 2003)
7. Kunstdenkmäler aus den jüngeren Forschungen - 7.1. Die Steinbearbeitung in Aquincum (Krisztina Szirmai)
(Hand, Fuß, Gewandfalte usw.) beläuft sich auf annähernd 50 Stück. Die meisten der Tierskulpturen sind Löwendarstellungen, 11 (Abb. 9.) aber auch Stier und Vogel erscheinen an den lokalen plastischen Steindenkmälern (T. NAGY 1971/3, 82, 151; KUZSINSZKY 1932, 383). Bei den Götterstatuen bzw. Jupiter-Denkmälern sind aus Aquincum der Typ des stehenden Jupiter mit dem Adler (PÓCZY 1999, 201-207) bzw. des sitzenden (Kapitolinischen) Jupiter bekannt (SZIRMAI 1973/1, 83-89). Eine Marmorskulptur der sitzenden Juno gibt es in Aquincum ebenfalls. 12 Typische Fragmente Minerva darstellender Rundplastiken befinden sich schon seit langem in der Sammlung des Museums, und Margit Németh steuerte zu diesen in den letzten Jahrzehnten noch einen schön ausgearbeiteten Torso bei (ZSIDI 1993/1, 190, Nr. 14). Den Bildtyp der auf einem Globus stehenden Victoria ergänzen weitere Victoria-Darstellungen (Gods, soldiers 1995, 48, Nr. 145; 39, Nr. 6). Drei " Der jüngste Fund kam im Gebiet des westlichen Gräberfeldes der Militärstadt ans Licht: BERTIN 1999, 32. 12 Zur Bestimmung der in Sekundärlage gefundenen Skulptur s. KÉRDŐ-PÓCZY-ZSIDI 1999. Abb. 9. Steinlöwe aus einem Grabdenkmal aus dem Westgräberfeld der Militärstadt Kalksteintorsos der Göttin Fortuna bewahrt das Aquincum-Museum auf, an einem davon blieben rote Farbspuren erhalten (Gods, soldiers 1995, 40, Nr. 14 und 24; 48, Nr. 146). Eines der niveauvollsten Werke der Rundplastik ist die im Statthalterpalast gefundene, ursprünglich mehrfarbig bemalte, aus zwanzig Fragmenten rekonstruierte Nemesis-Fortuna Skulptur (SZIRMAI 1999/2, 38-39, Nr. 19). Mit der Statue der sitzenden Roma Dea (Gods, soldiers 1995, 39, Nr. 8) hat sich Zoltán Kádár befasst (KÁDÁR 1963). Auch den bekannten Bildtyp des Silvanus sowie einen Silvanus Vertumnus Torso findet man unter den Götterskulpturen von Aquincum. An Letzterem sind noch Spuren der originalen dunkelgrünen, weißen und roten Bemalung erkennbar (Gods, soldiers 1995, 40, Nr. 15-16). Zu erwähnen sind außerdem die typischen Darstellungen von Diana, Satyr und Bacchus (T. NAGY 1962, 489; KÉRDŐ 1999/ 3, 271, Nr. 4; SZIRMAI 1999/2, 27, Nr. 9; 28, Nr. 10). Von den Darstellungen der Venus können in Aquincum mehrere Typen an Marmorund Kalksteindenkmälern belegt werden (Gods, soldiers 1995, 51, Nr. 185; SZIRMAI 1975/1), ebenso wie Skulpturen von Apollo und Hygieia bzw. noch unpublizierte Nympha-Darstellungen (SZIRMAI 1999/2, 30, Nr. 12; 34-35, Nr. 16; Gods, soldiers 1995, 39, Nr. 9). Ein namhaftes Steindenkmal des Aquincum-Museums ist die aus dem Symphorus-Mithräum stammende MithrasSkulpturengruppe (Vermaseren 1956-61, Nr. 1768, 233-4, Abb. 460; Gods, soldiers 1995, 63, Nr. 348) mit Cautes und Cautopates (Gods,