Póczy Klára: Forschungen in Aquincum 1969- 2002 (Aquincum Nostrum 2. Budapest, 2003)

7. Kunstdenkmäler aus den jüngeren Forschungen - 7.1. Die Steinbearbeitung in Aquincum (Krisztina Szirmai)

Abb. 10. Marmostatue mit Prunk­harnisch aus der Militärstadt soldiers 1995, 63, Nr. 349). Und die charak­teristischen Attis-Figuren tauchen in der lokalen Plastik ebenfalls auf (I. TÓTH 1984, 143; I. TÓTH 1989, 92; I. TÓTH 1990, 135-137). Die zweite Gruppe der Rundplastik vertreten die Torsos von Grabplastiken. Eine der bekanntes­ten Grabplastiken aus Aquicum ist ein Torso der Medea mit ihren Kindern. 13 Ein anderes Werk der lokalen Plastik, der Frauentorso mit Schmuck vom Fundort Szemlőhegy, zeichnet sich durch seine nahezu malerische Ausführung aus (SZIRMAI 1999/2, 70, Nr. 50), und auch Györgyi Parragi verdankt das Museum die Grabplastik einer Frau (SZIRMAI 1991/3). Unter den Grabplastiken von Männern sind mehrere Torsos mit Toga auf uns gekommen (L. NAGY 1937/1, 240; WELLNER 1968, 26; Gods, soldiers 1995, 56, Nr. 240). Die Darstellung der liegenden Gestalt auf dem weiter 13 Zuletzt darüber: V. Gaggadis-Robin, Iason et Medea. Sur les Sarkophages d'epoque imperiale. Roma 1994, Abb. 66. 14 Grabung E. Márity 1991, Plan 7, Nr. 48. oben erwähnten Kliné-Sarkophag gehört ebenso zu diesem Kreis (T. NAGY 1971/3, 133; Augus­tus-Attila 2000, 39, Nr. 282) wie die vom Gebiet des westlichen Gräberfeldes der Militärstadt (Bécsi út) stammende centurio Büste mit der Darstellung einer Scheibenfibel mit behelmtem Kopf. 14 Oftmals deuten nur die ans Tageslicht gelangten Köpfe auf eine Grabplastik hin, auch davon gibt es in der Sammlung von Aquincum mehrere Exemplare (SZIRMAI 1999/2, 45-55, Nr. 25-35). Die sog. offiziellen Statuten bilden die nächste Gruppe der Rundplastiken. Ein auch mit seinen Maßen herausragender Vertreter dieser Gruppe ist der aus dem Statthalterpalast stammende Kaisertorso mit reich gefältelter Toga, der wahr­scheinlich Marc Aurel darstellte (Gods, soldiers 1995, 48). Ebenfalls unikal unter den Bildwerken ist die Marmorstatue eines Statthalters (PETŐ 1984/2, BARKÓCZI 1995/1, KÉRDŐ 1999/3, 271, Nr. 3) (Abb 10.), die zusammen mit dem vor längerer Zeit ans Tageslicht gelangten Torso in Rüstung (Gods, soldiers 1995, 41, Nr. 34. und der oben erwähnten centurio Büste mit Inschrift eine Fundgruppe bildet. (Abb. 11.) Abb. 11. Steinbüste eines Centurios aus dem Westgräberfeld der Militärstadt

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