Nyelvtudományi Közlemények 91. kötet (1990)

Tanulmányok - Bereczki, Gábor: Vokalharmonie im Tscheremissischen 25

Vokalharmonie im Tscheremissischen Die tscheremissischen Mundarten lassen sich — hinsichtlich ihrer Verhältnisse zur Vokalharmonie — in drei Typen einteilen (diese stimmen nicht unbedingt mit den Dialektgrenzen überein): 1. Mundarte ohne Vokal­harmonie (Angleichung), 2. Mundarte mit labialer Angleichung, 3. Mundar­te mit palato-velarer Vokalharmonie. Sowohl beim labialen als auch beim palato-velaren Typ kommt es vor, daß die Angleichung nur teilweise erfolgt. Außerdem können auch zwei Ty­pen gleichzeitig auftreten, z.B. 1. ~ 3., 2. ~ 3. 1. Keinerlei Angleichung Hierher gehören die von Beke mit UP USj. US bezeichneten Sammel­punkte, sowie Wichmanns mit U abgekürzter Sammelpunkt. Das Wort endet, unabhängig von dem vorangehenden Vokal, mit einem reduzierten illabialen velaren Laut, z.B. UP USj. US pista* 'Linde'; UP USj. US nuSa 'Schwägerin'; UP süld, USj. US sül'a 'Schoß'. In den Wörtern vom Sammelpunkt K steht am Wortende ebenfalls ein reduzierter Laut. Aufgrund der palato-velaren Angleichung ist dieser a in Wörtern mit velaren Vokalen und a in Wörtern mit palatalen Vokalen. Sehr ähnlich sieht es auch bei den Angaben vom Sammelpunkt MK JO V aus, z.B. pista 'Linde', aber nach Labialen wird der reduzierte Laut labialisiert, z.B. MK V nuSü 'Schwägerin'; MK nüskö, JO V nüskü 'stumpf, dumpf. (In Angaben vom Sammelpunkt JO steht auch nach u oft a.) Die Angaben von den Sammelpunkten UP USj. US halte ich für die urtümlichsten. Durch die Reduzierung des Stammendlautes gelangte hier sowohl in velaren als auch in palatalen Wörtern a and Wortende, und somit verschwand im Urtscheremissischen die palato-velare Angleichung. Die Beispiele ohne Quellenangabe stammen aus dem Manuskript des Tscheremissischen Dialekt Wörterbuches von Ö. Beke. Nyelvtudományi Közlemények 91. 1990.

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