Nyelvtudományi Közlemények 91. kötet (1990)

Tanulmányok - Bátori, István: Die Markierung des Objekts am Verb im Mordwinischen 15

18 ISTVÁN BÁTORI 3. Weiterhin gibt es die Formen miz und die die Objektspezifikationen in Hinblick auf die Person (1. und 2.) enthalten, aber in Bezug auf die Sub­jektmarkierung defektiv sind (sie sind jedoch eindeutig finite Formen mit Objektbezug). 4. Die wenigsten morphologischen Informationen enthalten schließlich die Endungen der subjektiven Konjugation, die lediglich für Subjektnume­rus und -person sensitiv sind (Tabelle 4). Da diese Distribution in allen Zeit- und Modusstufen einheitlich wieder­kehrt, ist es anzunehmen, daß es sich hier um ein System handelt und nicht um eine durch die Lautentwicklung bedingte zufällige Übereinstimmung der Formen, (also keine Homonimie, wie bei Veenker, CTIFU 1: 167— 173, Trnka, Travaux du Cercle Linguistique de Prague 4: 152-6 oder bei Krámsky, UAJb. 32: 214-9, AL Hafniensia 10: 49-68). Es ist zutreffender hier über morphologische Unterbestimmtheit zu reden, d.h. über das Nicht-Vorhandensein von Markierungen, als über die Aufhebung von ursprünglich vorhandenen Oppositionen. Diese Analyse eröffnet die Perspektive für eine neue Interpretation der Entstehung der mordwinischen Objektkonjugation. Alle bisherigen Inter­pretation (von Wiedemann bis Serebrennikov, op.cit. 169-203) gingen von zwei Prämissen aus: 1. Die einzelnen komplexen Formen des Paradigmas sind analytisch zu interpretieren, d.h. Subjektnumerus, Subjektperson, Objektnumerus und Objektperson werden als distinkte, elementare Funktionsträger angesetzt. 2. Es wird angenommen, daß ursprünglich ein vollständiges (maximal differenziertes) System vorhanden war, das jedoch im Laufe der Zeit zerstört wurde, und daher enthält das heutige Paradigma als Ergebnis von Lautwan­del und Analogie eine Reihe von Überlappungen. Diese Annahmen sind schwach motiviert: 1. Für die Annahme eines ma­ximal differenzierten ursprüglichen Systems gibt es wenig Belege: die Ver­bindungen zu der Objektkonjugation in den ugrischen und samojedischen Sprachen sind nicht überzeugend. 2. Es bleibt rätselhaft, daß die kompli­zierte Entwicklung von Lautwandel und Analogie im Einzelleben der bei­den mordwinischen Sprachen zu einem im Wesentlichen identischen System geführt hat, in dem stets die gleichen Formen zusammenfallen, obwohl die auslösenden Lautveränderungen in den beiden Sprachen unterschiedlich ge­wesen sind. Wenn man die mordwinischen Objektkonjugation als Ergebnis der zu­nehmenden morphologischen Spezifizierung interpretiert, erübrigen sich die beiden obigen Annahmen (daß nämlich ursprünglich ein wollständiges Sy­stem vorhanden sein mußte und daß die Endungsmorpheme in elemen­tare Funkt ion s träger zerlegt werden müssen). In einem kommunikativen Nyelvtudományi Közlemények 91. 1990.

Next

/
Thumbnails
Contents