Nyelvtudományi Közlemények 91. kötet (1990)

Tanulmányok - Bátori, István: Die Markierung des Objekts am Verb im Mordwinischen 15

DIE MARKIERUNG DES OBJEKTS AM VERB IM MORDWINISCHEN 17 vischen) Georgischen und im klassischen Arabischen.1 Die Erklärung liegt wahrscheinlich darin, daß bei Referenzidentität zwischen Subjekt und Ob­jekt die entsprechenden abgeleiteten reflexiven Verbformen benutzt werden. Reflexive Verben gelten als intransitive, sie beinhalten jedoch in ihrer inter­nen Bedeutungsstruktur ein mit dem Subjekt identischen Objekt, wodurch sich die Notwendigkeit der expliziten morphologischen Objektmarkierung erübrigt und daher haben die Reflexivverben nur die subjektive Konjuga­tion: tomba-vo-ms 'sich schlagen', tomba-vo-n 'ich schlage mich', tomba-vo-t 'du schlägst dich' usw. (tombams 'schlagen'; Serebrennikov, Istoriceskaja morfologija mordovskih jazykov. 231-232). 2. Es fallen im Erzanischen systematisch Formen zusammen: a. Neben pluralischem Subjekt, gleichgültig welche Person, gibt es beim Objekt keine Numerusopposition: mdE kundatadiz heißt 'wir fangen dich', 'wir fangen euch' und kundasiz heißt 'sie fangen ihn/sie' und 'sie fangen sie (pl)' usw. b. Darüber hinaus wird, wenn das Objekt in der ersten oder zweiten Person Plural steht, die Numerus- und Personenopposition für das Subjekt aufge­hoben, so daß eine Form wie kundasamiz sich auf vier verschiedene Subjekte beziehen kann: 'du fängst uns', 'ihr fangt uns', 'er/sie fängt uns' und schließ­lich 'sie fangen uns'. Ahnlich gibt es vier mögliche Subjekte zu kundatadiz. Der Zusammenfall von Formen gilt in allen Zeit- und Modusstufen auch im Mokschanischen. Die einzige signifikante Abweichung wird unten noch näher erörtert. Durch Umordnung der Endungstabellen lässt sich insbesondere das er­zanische System für die Objektkonjugation übersichtlicher und mit weniger Redundanz darstellen (Tabelle 3). Bei dieser Zusammenstellung tritt besonders klar zutage, daß es in dem mordwinischen Konjugationssystem einige Stellen gibt, die vorrangig differenziert werden, während andere Subjekt-Objekt-Konfigurationen un­terbestimmt bleiben. Diese Beobachtung (Unterbestimmtheit anstatt Ho­momorphie) lässt mehrere, mit Einbeziehung der subjektiven Konjugation insgesamt vier, Spezifizierungsstufen in dem Erza-Mordwinischen Verbalpa­radigma erkennen: 1. Es gibt 10 maximal spezifizierte Morpheme mit kompletten Angaben für Subjekt und Objekt (wobei Objektnumerus=Sg): mak, mam, tan, nzat, a, ak, Î, in, it', inze. 2. Es gibt Formen die zwar in Hinblick auf Subjekt vollspezifiziert sind, in Hinblick auf das Objekt jedoch lediglich die Person bestimmen: nek, nk und i. Für die Hinweise auf das Georgische und klassische Arabische danke ich hier meinem Kollege, Herrn Dr. Wolfgang Schulze an der Universität Bonn. Nyelvtudományi Közlemények 91. 1990.

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