Nyelvtudományi Közlemények 91. kötet (1990)

Tanulmányok - Bátori, István: Die Markierung des Objekts am Verb im Mordwinischen 15

16 ISTVÁN BÁTORI Auch im Jurakischen und im Tavgi-Samojedischen werden vier Reihen aus­einander gehalten, ihre funktionale Auslastung ist jedoch anders geregelt (Terescenko, Syntaksis samojedskih jazykov. 187-199) als im Wogulischen (Terescenko, Nenecko-Russkij Slovar 896-897). 5. Schließhch erreicht das Verb die höchste morphologische Komple­xitätsstufe in den beiden mordwinischen Sprachen, in denen die Markierung des Objekts am Verb sowohl nach Numerus als auch nach Person gewisser­maßen parallel zu der Subjektmarkierung vorgenommen wird, sodaß hier sieben Reihen bei einem transitiven Verb unterschieden werden. (Intransi­tive Verben haben nur eine Reihe.) 1 2 3 4 mdE kundi kundasamam kundatanzat kundasi 'er trägt etwas' 'mich...' 'dich...' 'ihn/sie...' 5 6 7 kundasamiz kundatadiz kundasinze 'uns...' 'euch...' 'sie(pl)...' Die sieben Objektreihen gelten für alle drei Personen und für die beide Numeri, in allen den zehn Zeit- und Modusstufen; ausserdem unterscheidet das Mordwinische zwischen affirmativen und verneinten Formen, so ergibt sich theoretisch in dem mordwinischen Verbparadigma eine Formenvielfalt mit 7 x 3 x 2 x 10 x 2 = 840 Formen. Auffallend ist in dem Paradigma, daß während a. Tempus- und Moduls­markierung, b. der Verneinungsmarker und c. die Person- und Numerusmar­kierung in der subjektiven Konjugation stets klar erkennbar sind, lassen sich die 6 x 6 = 36 Endungen der Objektkonjugation nur schwer weiter analysie­ren. In einigen Fällen (vor allem im Erzanischen) stehen -a-Varianten, die sich mit dem Infinitivstamm verbinden den -i-Varianten (bzw. mdM -aj-) gegenüber, die sich dem Präteritumstamm anschließen. Bemerkenswert ist, daß die lautliche Konstitution der Portmanteau-Endungen deutlich verschie­den sein kann, und die funktionale Distribution der Formen in Hinblick auch ihre Numerus und Personenreferenz trotzdem weitgehendst übereinstimmt. Dies fällt besonders dann auf, wenn man das erzanische und das mokscha­nische Paradigma vergleicht (Tabelle 1 und 2.) Die maximale Formenvielfalt wird weder im Erzanischen noch im Mok­schanischen voll realisiert. Es gibt Lücken im System und manche Formen fallen zusammen: 1. Es fehlen die ich-mich- und du-dich-Formen, d.h. die Markierung der referenzidentischen Subjekte und Objekte an dem Verb. Diese Formen feh­len übrigens auch in anderen Sprachen die die Objektkonjugation kennen, so z.B. in Coeur d'Alêne, Crée, Maasai, Kamtschadalisch, in dem (ergati-Nyelvtudományi Közlemények 91. 1990.

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