Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 44. (1996)

STRIMITZER, Birgit: Der k. k. Staatsrat Friedrich Freiherr Binder von Krieglstein, Freund und Sekretarius des Staatskanzlers Kaunitz. Ein Beitrag zur Klientelpolitik der maria-theresianischen Epoche

Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 44/1996 - Rezensionen in der Puppe. Die entscheidende Anstrengung steht uns noch bevor. Die Meta­morphose kann mißlingen, aber sie ist bereits im Gange. Dies zu wissen, heißt schon, einen Beitrag dazu zu leisten“ (216). Adolf Gaisbauer, Wien Müller, Klaus: Tegetthoffs Marsch in die Nordsee. Oeversee. Düppeler Schanzen Helgoland im deutsch-dänischen Krieg. Graz-Wien-Köln: Verlag Styria 1991. 151 S., 49 Abb., 5 Karten und 4 Tabellen. Bei diesem, nur auf den ersten Blick der Marinegeschichte zuzurechnenden Buch, handelt es sich um eine Darstellung des im Rahmen des Deutschen Bun­des gemeinschaftlichen Vorgehens von Österreich und Preußen gegen Däne­mark, welches sich widerrechtlich in den Besitz der Herzogtümer Schleswig und Holstein gebracht hatte. Der Autor gliedert die Ereignisse des deutsch-dänischen Krieges in drei große Kapitel und behandelt in einem Annex die „steinernen Zeugen“ dieses Feldzuges in Form eines Schlachtfeldführers. Im ersten Abschnitt widmet er sich der Vorgeschichte dieser Auseinanderset­zung, wobei er bis in das Jahr 1815 und die Gründung des Deutschen Bundes zurückgeht. Der zweite Teil befaßt sich mit den Gefechten an Land, hier legt der Autor sein Schwergewicht auf die Teilnahme der österreichischen Truppen und ihre Taten in diesem Feldzug. In einem Einschub wird der Leser in diesem Kapi­tel auch mit der Regimentsgeschichte des Infanterieregiments Nr. 27 König der Belgier vertraut gemacht, welches in den Kämpfen um Oeversee eine zentrale Rolle spielte. Leider unterliegt der Autor bei der Nennung der verdienstvollen Angehörigen des Regiments einer Täuschung. Auf Seite 39 erwähnt er, daß der Kadettfeldwebel Josef Schaffer besonders ausgezeichnet wurde, er erhielt auf Grund seiner Tapferkeit das Adelsprädikat Oevermark. Richtig ist in diesem Zusammenhang, daß das Adelsprädikat in Verbindung mit diesem Krieg steht, jedoch erfolgte die Verleihung desselben erst 1893 an den k. u. k. Major Schaf­fer, systemmäßig nach mehr als dreißigjähriger Dienstzeit in der Armee. 1864 wurde dem Obgenannten als Kadett bei Oeversee die goldene Tapferkeitsmedail­le verliehen. Das dritte große Kapitel beschäftigt sich mit den Seegefechten in der Nordsee und der damit verbundenen großen Persönlichkeit der österreichischen Kriegs­marine Wilhelm von Tegetthoff. Den Schilderungen der einzelnen Treffen der verbündeten Seestreitkräfte mit der dänischen Marine ist ein kurzer Überblick über die Entwicklung der österreichischen Kriegsmarine vorangestellt, in wel­chem der Autor auf eineinhalb Seiten (!) versucht, das Dilemma der Kriegsma­rine des Habsburgerreiches seit 1382 - Erwerb der Hafenstadt Triest - bis 1864 darzustellen. Den Schwerpunkt dieses Abschnittes bildet der Vergleich der däni­schen, der österreichischen und der preußischen Marine, der mittels eindrucks­voller und übersichtlicher Tabellen der Schiffsbestände der einzelnen Nationen dokumentiert wird. Weiters wird dem Gefecht vor Helgoland, wobei erstmals 391

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