Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 44. (1996)

AGSTNER, Rudolf: Das Palais Polowzow als k. u. k. Botschaft in Sankt Petersburg 1886–1914

Das Palais Polowzow als k. u. k. Botschaft in St. Petersburg 70.000 Kronen für dessen Einrichtung beausgabte. Dabei war Aehrenthal darauf bedacht, sämtliche Bestellungen in der Monarchie vorzunehmen, denn „... auf diese Weise wird sowohl zur Hebung unserer heimischen Industrie beigetragen, als auch unseren Industriellen hiedurch Gelegenheit geboten, im Auslande in entsprechender Weise zur Geltung zu kommen und gewürdigt zu werden ...“37. Grundriß der Straßenfront des Palais Polowzow (Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien; Foto: Österreichisches Staatsarchiv) Monate später, im Herbst 1899 berichtete Aehrenthal, „es haben sich nun noch einige Adaptierungen als unbedingt notwendig herausgestellt, von welchen ich einzelne auch sofort durchführen ließ ...“ Hiezu zählten u. a. die „Anbringung eines kaiserlichen Adlers auf der Hauptfassade“, die Kosten von 300 Rubel ver­ursachte. Er ersuchte noch um einen Kredit von 12.000 Rubel für bauliche Maß­nahmen innerhalb der nächsten zwei Jahre sowie 8.000 Rubel „zur Vervollstän­HHStA Wien, AR, Fach 6/29, Palais St. Petersburg-2/1, ZI. 7236/2 aus 1903, Bericht (Aehrenthal) Nr. VIII-S aus St. Petersburg vom 30. Jänner 1903. 9

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