Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 16. (1963)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

494 Walter Pillich nommen, vorüber der Hofkontrollor die Besoldungsverordnung und für die Erben Stillers die Abrechnung auszufertigen hat. f. 240 rv. 431 1733 November 6, Wien. Peter Tratter wird ab 1. Juni 1732 zum kaiserl. Tapezierergehilfen mit seiner dermaligen Besoldung und Kostgeld, letzteres mit einer täglichen Zu­lage von fünf Groschen aufgenommen, worüber der Hofkontrollor die Vor­merkung zu machen hat. f. 240 v, 241 r. 432 173h Oktober 13, Wien. Fabio Zilly, kaiserl. Theatral-Adjutant, um Besoldung wie sie sein ver­storbener Vorgänger, Anton Benaglia, hatte, nämlich 1200 Gulden. Der kaiserl. Musikdirektor befürwortet dieses Ansuchen. Res.: „Placet ... Carl.“ f. 381 v —383 v. 433 173U Oktober 2h, Wien. Fabio Zilly wird zum kaiserl. Theatral-Inspektor mit der bisherigen jährl. Besoldung von 800 Gulden zuzüglich einer jährl. Zulage von 200 Gulden aufgenommen. f. 388 r. 434 173h Dezember 10, Wien. Elisabeth Steindlin (siehe nr. 428) erhält für weitere zwei Jahre eine Gnadengabe von jährl. 75 Gulden unter der Bedingung, daß sie sich in einem Spital oder anderwärts versorgen läßt. f. 432 v — 433 v. 435 173h Dezember 10. Johann Detlof Wanderbohl, kaiserl. geheimer Kammerjuwelier und Gold­arbeiter, hat am 7. November 1733, unter Angabe, daß er seit 30 Jahren diene und mit seinen 7 Kindern, deren ältestes erst 12 Jahre alt sei, durch viele Unglücksfälle in Schulden geraten wäre, sodaß die Hälfte seiner Hof­besoldung von 300 Gulden bereits gepfändet sei, um eine Besoldungserhö­hung, die von seinen Gläubigem aber nicht mit Verbot belegt werden könne, gebeten. Bescheid, daß W. eine einmalige Gnadengabe von 150 Gulden erhält, worüber der Hofkontrollor die Anweisung auszufertigen hat. f. 447 r — 448 r. 15. Hofparteienprotokoll 1735—1738. 436 1735 Februar 17, Wien. Johann Carl Newen erhielt vor 20 Jahren den Titel eines gekrönten kaiserl. Hofpoeten; er ersucht um den Titel eines wirkl. kaiserl. Hofpoeten. El­hat nach dem Tode des Carl Gustav Heraei, kaiserl. Antiquarius, die „Formir- und Darstellung“ der Inschriften bei errichteten Castris doloris sowie bei verschiedenen anderen Ereignissen übernommen. Der Supplikant, empfohlen durch Hofrat Freiherr von Bartenstein und Protomedicus von Garelli, ist bereits mit jährlich 800 Gulden besoldet. Res.: „Placet ein Ehrn Titl. Carl.“. f. 15 v — 16 v. 437 1735 Juli 8, Wien. Bewerber um die Aufnahme in kaiserl. Hof-Theaterdienste: a) um die Stelle des Theatral-Maschinisten: Johann Patzelt, leistete 12 Jahre Kriegsdienste und war nach Erhalt des Militärabschiedes am Theater als Tischler sowie bei der letzten

Next

/
Thumbnails
Contents