Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 14. (1961) - Festschrift für Gebhard Rath zum 60. Geburtstag

MORO, Gotbert: Zur ältesten Originalurkunde im Kärntner Landesarchiv

Zur ältesten Originalurkunde im Kärntner Landesarchiv 227 jedenfalls noch vor 1177 109), war die Zeit herangerückt, in der die Schen­kungsurkunde in das Kloster Ossiach, das dem Patriarchat unterstellt war, aus Sicherheitsgründen zur Verwahrung gelegt wurde. Wenn der Anlaß hiezu nicht schon durch das gewaltsame Vorgehen Herzog Hermanns von Kärnten gegen die Burg Treffen im Jahre 1177 gegeben war, so mag es späterhin das jeweilige Streben der Landesfürsten gewesen sein, die Herr­schaft Treffen, wenn nötig, mit Gewalt an sich zu bringen, was ihnen, wie erwähnt, auch im 14. Jh., gelang u®). Wahrscheinlich aber ist die Übergabe der Urkunde doch schon um 1200 vollzogen gewesen, da um diese Zeit die Beziehungen des Patriarchates zu Ossiach auf hören m). Mit dem Verlust des Gutes Treffen wird Aquileja jedenfalls auch das Interesse an der Schen­kungsurkunde von 878 verloren haben, so daß diese im Kloster Ossiach bis zu dessen Aufhebung verblieben ist. io») S. Anm. 26 und 28. no) S. S. 216. in) Klebel, Mitt. d. österr. Inst. f. G. XIV. Ergänzungsband, S. 191; s. dazu Mon. Car. IV/1, Nr. 1672, und Jaksch, Gesch. Kämt. I, S. 172, und II, S. 352. 15*

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