Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 8. (1955)

AUER, Erwin M.: Erbritterwürde und Inkompatibilität im Deutschen Ritterorden

Erbritterwürde und Inkompatibilität im Deutschen Ritterorden. Von Erwin M. Auer (Wien). Inhalt: Einleitung S. 35. — I. Vorgeschichte und Einführung der Erbritterwürde S. 37. — II. Die Inkompatibilität im Deutschen Ritterorden bis 1775 S. 44. — III. Erb­ritterwürde und Inkompatibilität S. 50. — IV. Die Inkompatibilität im Deutschen Ritterorden von 1776 bis 1924 S. 56. — V. Geschichte und Ausklang der Erb­ritterwürde S. 68. — Anhang: Das Erbritterdiplom für die Grafen Waldbott von Bassenheim S. 75. D,as beachtliche Ansehen, das die geistlichen Ritterorden noch im 17. und 18. Jahrhundert genossen haben, läßt sich auch aus der Tatsache er­schließen, daß die kaiserlichen Nobilitations-Urkunden dieser Epoche unter den für die Standeserhöhung maßgeblichen Verdiensten immer wieder die Mitgliedschaft eines Familienangehörigen bei einem geistlichen Ritter­orden und die militärischen Leistungen des geistlichen Ritters rühmend hervorheben1). So wird in dem Freihermdiplom für das Geschlecht der Waldbott von Bassenheim2) 1638 erwähnt, daß einer disseß geschlechts des Ritterlichen St. Joanß ordenß erster stieffter vnd Gros Meister zu Rodiß gewessen sei3). Als die freiherrlichen Brüder Kasimir Ferdinand 1) Kollegiale Förderung fand die vorliegende, am 31. Dezember 1954 abge­schlossene Untersuchung im Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien (:= HHStA.), Allgemeinen Verwaltungsarchiv, Wien (= VA.), Kriegsarchiv, Wien ( = KA.), ferner durch das Hessische Staatsarchiv, Darmstadt (= HeStA.), besonders aber im Zentralarchiv des Deutschen Ordens, Wien (= ZADO.) und durch dessen Archivar Dr. Paul Kletler. Für freundliche Auskünfte ist der Verfasser Frau Renée Gräfin Bassenheim, dem Staatsarchiv in Wiesbaden, dem Stadtarchiv in Mainz und dem Österreichischen Kulturinstitut in Rom verpflichtet. — An son­stigen Abkürzungen wurden verwendet: GKP. = Geheime Konferenzprotokolle im ZADO.; HKR. = Hofkriegsrat im KA.; HuDM. = Hoch- und Deutschmeister; KMA. = Akten des Kriegsministeriums des Erzherzogs Karl im KA.; RA. = Rit­terakten im ZADO. 2) Soferne es sich nicht um Zitate handelt, wurde der Name dieses Ge­schlechts in der Schreibweise des Gothaischen genealogischen Taschenbuchs der Fürstlichen Häuser, (Hofkalender), 179. Jg., Gotha 1942, S. 345 ff. verwendet. Für das Geschlecht selbst vgl. [Ernst Heinrich Kneschke], Deutsche Grafen- Häuser der Gegenwart in heraldischer, historischer und genealogischer Bezie­hung. Leipzig 1853. Bd. 2, S. 612 ff. — Derselbe, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Leipzig 1870. Bd. 9, S. 441 ff. 3) VA., Adelsarchiv, Reichsakten, Freiherren-Diplom für Waldbott von Bas­senheim, Wien 1638 April 16, Konz., fol. 2v. — Gleichlautend im Bestätigungs- Diplom, Regensburg 1664 Jänner 10, Reinkonz., fol. 8r. 3*

Next

/
Thumbnails
Contents