Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 7. (1954) – Festgabe zur Hundertjahrfeier des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung

WIESSNER, Hermann: Der Stand der Urkundenedition in Kärnten

Der Stand der Urkundenedition in Kärnten 521 sehen Landesarchiv und eine im Archiv des Stiftes St. Peter in Salzburg aufbewahrt. Von den 20 einschlägigen Kopien sind die meisten in den Salzburger Kammerbüchern im österreichischen Staatsarchiv, ebenda in den beiden Bamberger Codices, im Kärntner Landesarchiv in den Viktrin- ger Kopialbüchern und im Codex Ottobonianus der Vatikanischen Bibliothek enthalten. Was die erzählenden Quellen betrifft, so gibt darüber Böhmer- Redlich 26 27) erschöpfende Auskunft. Alle in Betracht kommenden Stücke erscheinen bereits ediert. Mit den Grafen von Görz-Tirol beschäftigen sich in der besagten Zeit­spanne insgesamt 33 Urkunden und 9 erzählende Quellen. Von den 24 Siegel­urkunden befinden sich 20 im österreichischen Staatsarchiv, 2 im Kärntner Landesarchiv, eine in Admont und eine in Bozen. 5 einschlägige Kopien finden sich in den Gurker Kopialbüchern des Kärntner Landesarchives, in der Bibliothek in Udine und in der Vatikanischen Bibliothek. Die Urkun­den sind meist überhaupt nicht oder nur in Form von Regesten ediert22). Von päpstlichen Urkunden kommen für unsere Zeitspanne 14 in Be­tracht, und zwar 9 Originale und 5 Kopien. Die Originale befinden sich zum Teil im österreichischen Staatsarchiv (7) und im Kärntner Landes­archiv (2). Die Kopien befinden sich im Vatikanischen Archiv und im Friesacher Kopialbuch28) der Dominikaner. Das Patriarchat von Aquileja ist durch 2 Originale im österreichischen Staatsarchiv und 11 Urkundenabschriften vertreten. Die Abschriften fin­den sich im Museum von Cividale 29) und in Udine30). Hier angefügt seien 6 Urkundenabschriften von Ministerialen des Patriarchates von Aquileja, die in die Kärntner Landesgeschichte hineinspielen31). Relativ groß ist natürlich der Anteil Salzburgs an dem Urkundenbe­stand dieser Epoche. Es handelt sich um 25 Urkunden, beziehungsweise Urkundenabschriften, die sich auf die Archive wie folgt aufteilen: 15 Ori­ginale im österreichischen Staatsarchiv, 4 Originale im Kärntner Landesarchiv, 6 Kopien im österreichischen Staatsarchiv, im Archiv von St. Peter in Salzburg und im Vatikanischen Archiv. Alle Stücke sind durch die mustergültigen Editionen Martins, teils im Volltext, teils als Regest veröffentlicht. Das Hochstift Bamberg ist in dem angezogenen Zeitraum durch 15 Ur­kunden vertreten; 9 davon sind Siegelurkunden, 6 Urkundenabschriften. Sie verteilen sich auf die Archive wie folgt: österreichisches Staatsarchiv 4 Originale und 2 Abschriften, 3 Originale und 2 Abschriften im Kärntner 20) Regesta Imperi VI/1, S. 13 ff. 27) Vgl. dazu Wiesflecker, Görzer Regesten I. und II. Vorwort und Literatur. 2Sí) KLA. Handschriftenreihe, 2/10, 2/11. 29) Bestände des Kapitelarcbives. 30) Biblioteca comunale, Kanzleibuch des Kanzlers Walther. 31) Udine, Biblioteca comunale (Collectio de Fabricis, Collectio Pirona, Kanzleibuch des Kanzlers Walther )i

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