Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 6. (1953)
AUER, Erwin M.: Die „Medaille“ der Bocholtz-Stiftung im Deutschen Ritter-Orden
Die „Medaille“ der Bocholtz-Stiftung im Deutschen Ritter-Orden 183 Medaille wurde ferner auch als Amts- oder Funktionsabzeichen des Alten- biesener Marschalls angesehen, doch darf nicht vergessen werden, daß dieses Amt faktisch nur vom ersten Träger der Medaille, von den beiden späteren Trägern aber nur mehr nominell versehen wurde. Die Medaille wurde also vom Landkomtur Bocholtz als Kennzeichen seiner Stiftung, somit als Stiftungsabzeichen geschaffen und muß als solches im Rahmen einer ordenskundlichen Systematik112 113) etwa mit den Damenstiftabzeichen 1,s) oder mit dem elisabethinisch-theresianischen Stiftungskreuz 114) gleichgestellt und der Gruppe der Abzeichen zugezählt werden. Mit dieser Einordnung aber sei die vorliegende Skizze über die kulturgeschichtlich interessante Bocholtz-Stiftung und deren Medaille beschlossen. 112) E. M. A u e r, Kulturgeschichtliche Ordensforschung, in: Mitt. d. österr. Staatsarchivs, Bd. 5, Wien 1952, S. 310 f. 113) E. Holzmai r, Die Zeichen der österreichischen Damenstifte, in: Numism. Zs., Bd. 73, Wien 1949, S. 1 ff. 114) E. M. Auer, Das „Elisabethinische und Theresianische Stiftungs- Creutz“ vom Jahre 1771, in: MIÖG, Bd. 60, Graz-Köln 1952, S. 286 ff.